Wolmirstedt l Auf eine musikalische Reise durch verschiedenste Kulturen, Sprachen und Melodien hat der Verein „Katharina“ seine Gäste am Sonnabend mitgenommen. Unter den gespannten Blicken zahlreicher Besucher fand in der Katharinenkirche das 1. Multikulturelle Musikfestival statt.

„Mit dieser Veranstaltung möchte sich der Verein vorstellen“, erklärte Lada Kutza im Gespräch mit der Volksstimme. Sie ist Integrationsbeauftragte des Landkreises Börde und besuchte mit ihrem dreijährigen Sohn die Veranstaltung. Diese sei auch deshalb etwas Besonderes, weil es die erste allein von Migranten organisierte dieser Art sei, erläuterte sie.

Kindergruppe macht den Anfang

Durch die Show führte Anna Kozlova, die zudem Zeilen aus einem russischen Roman vortrug. Insgesamt 16 verschiedene Interpreten, Künstler, Tanz- oder Gesangsgruppen präsentierten auf der ebenerdigen Bühne im oberen Teil der Katharinenkirche ihr Talent. Den Anfang machte die Kindergruppe des Katharina-Vereins mit einem deutschen Lied und zwei russischen Songs. Weiter ging es bis zur Halbzeitpause unter anderem mit einem afghanischen Volkslied von Ramin Hashemi, einem temporeichen Tanzauftritt der Jazzgruppe „La Cumparsita“ sowie der Interpretation eines Tschuwaschieschen Liedes von Rita Behrend.

Bilder

In der Pause hatten die Besucher die Gelegenheit, sich Kaffee und selbst gebackenen Kuchen schmecken zu lassen, miteinander ins Gespräch zu kommen und einen Blick auf eine extra für das Musikfestival aufgebaute Ausstellung mit Bildern verschiedener Künstler zu werfen. Darunter waren auch Karikaturen aus der Hand von Alewtina Bartsytskyy-Kopp. Ihr Mann Yergen Bartsytskyy ist Vorsitzender des Vereins „Katharina“ und Mitorganisator des Musikfestivals.

Im zweiten Teil der Show sorgte unter anderem der gemischte Chor Wolmirstedt zusammen mit dem Chor des Bergmannvereins aus Zielitz für Unterhaltung. Auch ein Flötenspiel, Klavierklänge, der jüdische Chor „Koll Echudim“, der Glindenberger Chor sowie die Singgruppe „Kolorit“ waren zu hören. Etwas fürs Auge boten ein afrikanischer sowie ein afghanischer Tanz. Einen Teil des interkulturellen Programmes bildete auch der Auftritt von Kindern der Wolmirstedter Tagesstätte „Pusteblume“.

Kurz vor 16 Uhr endete das 1. Multikulturelle Musikfestival in Wolmirstedt mit viel Applaus der Zuhörer. Die Idee zur Veranstaltung hatte Sergey Kozlov, der als Teil der Singgruppe „Kolorit“ für ordentlich Stimmung zum Abschluss sorgte. „Ich wollte etwas großes machen, alle zusammenbringen und das Ganze selbst organisieren“, erklärte er gegenüber der Volksstimme. Die Freude beim kräftigen Applaus der Besucher am Ende des Musikfestivals war ihm und den anderen Künstlern deutlich anzusehen. Er kündigte an, die multikulturelle Veranstaltung zu wiederholen.