Barleben l Gleich zu Beginn des neuen Jahres dürfen sich Grundstücksbesitzer über etwas mehr Geld auf dem Konto freuen. Nach einem Beschluss des Gemeinderates sinkt der Hebesatz für die Grundsteuer B ab dem 1. Januar von 700 Prozent zurück auf 450 Prozent. Die geringeren Steuereinnahmen können laut Bürgermeister Frank Nase (CDU) „mit der Haushaltsentwicklung weitestgehend kompensiert werden“, sagte er im Gespräch mit der Volksstimme.

Der Beschluss für den Haushaltsplan 2019 soll in der nächsten Sitzungsfolge der politischen Gremien gefasst werden. Das Ziel sei ein ausgeglichener Haushalt, betonte Frank Nase. Weiterhin erklärte der Gemeindechef, dass die Höhe der Kreisumlage wie im Vorjahr bei 40,1 Prozent liegen werde. „Die Erhöhung der Zweitwohnsitzsteuer ist damit vom Tisch“, erklärte er.

Was die bauplanerischen Vorhaben im neuen Jahr angeht, nennt der Bürgermeister zunächst den Umbau der Meitzendorfer Kindertagesstätte „Birkenwichtel“. Trotz der Bauverzögerungen in der neuen Kindertagesstätte in Ebendorf, die unmittelbar Auswirkung auf den Gesamtzeitplan in Meitzendorf haben, sollen die ersten Abrissarbeiten dort termingerecht starten. In Ebendorf habe es Probleme mit einem Gewerk gegeben, eine neue Ausschreibung sei bereits erfolgt. Für die entstehenden Mehrkosten im fünfstelligen Bereich sei im Vorfeld jedoch ein Puffer eingeplant worden, erläuterte der Gemeindechef.

 Die Fertigstellung der neuen Einrichtung in Ebendorf sei für Mai geplant.

Neuer Rad- und Fußweg

Im Juni könnte dann der Umzug der Ebendorfer Kinder in ihr neues Gebäude erfolgen, im Anschluss wäre wiederum der Weg frei für den vorübergehenden Umzug der Meitzendorfer „Birkenwichtel“ in das alte Kita-Gebäude der Ebendorfer „Gänseblümchen“.

Des Weiteren soll in Barleben ein neuer Fuß- und Radweg entlang der Rothenseer Straße entstehen. „Entsprechende Pläne gab es schon lange“, sagte Frank Nase. Die finanziellen Mittel für das Vorhaben seien im Finanzplan für 2019 unabhängig von Fördermitteln eingeplant, ergänzte er.

Im Schnarsleber Weg in Ebendorf soll zudem ein zusätzlicher Spielplatz gebaut werden. „Dafür müssen wir uns noch auf Fördermittelsuche begeben“, erläuterte der Bürgermeister. „Falls es Fördermittel geben würde, aber vielleicht nicht mehr für 2019, dann würden wir das Vorhaben auch noch einmal verschieben“, erklärte er. Weiterhin hofft die Gemeinde auf Fördermittel aus dem EU-Programm „Leader“ für verschiedene Projekte, unter anderem für Studien zur touristischen Vermarktung des Jersleber Sees und der Gemeinde sowie zur Analyse der Spielplätze.

Im ersten Halbjahr solle zudem die Schul-IT in Barleben aufgerüstet werden. Des Weiteren ist in Meitzendorf auch 2019 ein großer Frühjahrsputz geplant, an dem auch Frank Nase teilnehmen möchte. „Diese Veranstaltung setzt ein wichtiges Zeichen: Wir müssen pflegen, was wir haben“, betonte der 34-Jährige.

„Auch das Kinderförderungsgesetz und das Gute-Kita-Gesetz sind Dinge, die uns im nächsten Jahr beschäftigen werden“, fuhr der Verwaltungschef weiter aus. Mit dem Gute-Kita-Gesetz will der Bund zukünftig die Länder bei der Verbesserung der Kita-Qualität unterstützen. Was das konkret für die Gemeinde bedeutet, bleibe abzuwarten.

Grillfest statt Empfang

Zum Thema Breitband wolle sich die Gemeinde im Januar noch einmal mit dem Netzbetreiber DNS:Net bezüglich eines niedrigeren Einstiegstarifes verständigen, um die benötigte Anschlussquote für das Vorhaben der Arge „Breitband“ vielleicht doch noch zu erfüllen.

Ein Wunsch sei außerdem der Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Ebendorfer Chaussee (L 47)/ Otto-von-Guericke-Allee. In der Vergangenheit sei es dort zu mehreren schweren Unfällen gekommen. Bis September soll zudem das IGEK – das Integrierte Gemeindliche Entwicklungskonzept – fertiggestellt werden.

Eventuell bis Ende 2019 könnte mit der „Schinderwuhne 1“ ein neues Baugebiet geschaffen werden. Geplant sei zudem die Sanierung der „Alten Apotheke“. Einen Neujahrsempfang soll es in Barleben 2019 nicht geben – dafür ein rustikales Grillfest im Sommer. Weitere geplante Veranstaltungen sind eine internationale Kooperationsbörse sowie die Ostfalentage.