Barleben l Nachdem am 10. März Kinder nahe des Adamsees in Barleben (Landkreis Börde) einen Schädel entdeckt und damit die Kriminalpolizei auf den Plan gerufen hatten, haben am Mittwoch zwei Schülerinnen eine Leiche ohne Kopf in einem Gebüsch unweit des ersten Fundortes entdeckt. Er war bereits teilweise skelettiert. "Wir gehen davon aus, dass Schädel und Körper von einem Mann stammen, der in Barleben als vermisst gemeldet wurde", sagte Polizeioberkommissar Enrico Grube der Volksstimme vor Ort.

So wurden der Adamsee und das gesamte Gelände bereits nach der Vermisstenmeldung von Spezialteams abgesucht, allerdings ohne Erfolg. "Es kann sein, dass damals das Gestrüpp noch dichter war und wir deshalb nichts finden konnten", mutmaßt Enrico Grube. Der Schädel wurde im März unweit der Stelle gefunden, an der die beiden Mädchen nun den Leichnam entdeckten. "Es könnte sein, dass Tiere den Schädel etwas weiter geschleppt haben", so Enrico Grube.

Die Polizisten des Landkreises Börde informierten den Kriminaleinsatzdienst aus Magdeburg, der nun das Gelände und den aufgefundenen Körper genau untersucht. Von einem Gewaltverbrechen geht die Polizei momentan nicht aus, so Enrico Grube. So habe der vermisste Mann an Diabetes gelitten und sein Insulin beim Verschwinden nicht dabei gehabt. "Wir gehen davon aus, dass er einen Zuckerschock erlitten haben könnte. Genaueres werden aber die Ermittlungen zeigen", so der Polizeioberkommissar.

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