Samswegen l Rund dreiviertel aller Bestattungen in der Niederen Börde sind laut Friedhofsverwaltung inzwischen Urnenbeisetzungen. „Der Trend hat sich geändert“, erklärte Bürgermeisterin Erika Tholotowsky. Im vergangenen Jahr sei in der Einheitsgemeinde nur eine Doppelgrabstätte verkauft worden. Um dem Trend noch mehr gerecht zu werden, gibt es auf dem Friedhof in Samswegen nun eine neue Form der Bestattung.

Neben der Erdgrabstätte, dem Urnengrab und der anonymen Bestattung auf einer sogenannten „grünen Wiese“ bildet die teilanonyme Ruhegemeinschaftsanlage ab sofort eine weitere Alternative. Am Mittwoch wurde sie von Erika Tholotowsky, Ortsbürgermeister Burkhard Wohlfarth, Mitarbeitern der Verwaltung sowie Gärtner, Steinmetz und Vertretern von Bestattungsunternehmen gemeinsam in Augenschein genommen.

Acht Urnen pro Grab

Jeweils acht Urnen sollen in einer Grabanlage beigesetzt werden. In der Mitte des Beetes erinnern einzelne Steinplatten auf einer Stele mit dem jeweiligen Namen, dem Geburts- sowie Sterbedatum an die Verstorbenen. Zwei solcher Gemeinschaftsgräber sind schon angelegt, eine bereits samt Stele.

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Entscheidet sich jemand für diese Art der Beisetzung, kauft er für den Gesamtpreis von 2450 Euro auch die Grabpflege für 20 Jahre. Eine Verlängerung der Liegezeit der Urne ist nicht möglich. Die gärtnerischen Arbeiten werden von einer beauftragten Firma übernommen. Dies solle die Hinterbliebenen entlasten. Mittels eines Treuhandvertrages können Bürger für die eigene spätere Grabstätte bereits Vorsorge treffen.

In der Niederen Börde gibt es zehn Friedhöfe. Nicht auf allen solle eine Ruhegemeinschaftsanlage installiert werden. Jedoch sei das Projekt in Samswegen als Anfang gedacht, sagte die Bürgermeisterin. Denkbar seien vergleichbare Anlagen auch in Dahlenwarsleben und Groß Ammensleben – je nachdem, wie jene in Samswegen angenommen werde.