Meitzendorf l Dazu durchläuft aktuell eine Beschlussvorlage die politischen Gremien, nach der der Außenbereich in zwei Bauabschnitten auf Vordermann gebracht werden soll. Voraussichtliche Gesamtkosten: rund 315.000 Euro.

Eigentlich sollte der vorhandene Spielplatz auf dem Kita-Gelände komplett erhalten bleiben. In einem Fördermittelantrag war für Anpassungsmaßnahmen und Einfriedung des Außenbereichs ein Kostenanteil von rund 11.000 Euro vorgesehen.

Terrasse für die Cafeteria

„Durch die notwendig gewordene Pfahlgründung des Neubaus aufgrund der vorgefundenen Bodenverhältnisse mussten der Zugangsbereich zur Kita und Teile des Spielplatzes zurückgebaut werden, die nun wieder herzustellen sind“, heißt es als Begründung. Zudem sei die Dachflächenentwässerung für den Neubau an den Regenwasserkanal anzuschließen. Ferner sollen die Außenterrasse an der neu entstanden Cafeteria und eine Zugangsrampe zur Küche hergestellt werden. Laut dem Papier wird die Ausschreibung des ersten Bauabschnitts bereits vorbereitet und soll noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Ein Planungsbüro hat die Kosten mit rund 120.000 Euro berechnet. Diese sind für den Haushalt 2021 angemeldet.

Doch sollen in zwei weiteren Bauabschnitten auch neue Spielflächen erschlossen werden. Hierfür sind die Areale südlich der Kita, nämlich der ehemalige Hof „Goedicke“, sowie der ehemalige Garagenhof westlich des Neubaus vorgesehen. Für diese Flächen ist außerhalb der Förderung die Entwurfsplanung beauftragt worden.

Die neuen Spielbereiche im westlichen Teil sollen insbesondere durch die Krippenkinder genutzt werden, welche im angrenzenden Neubau und neben dem Bürgerhaus ihre Räume haben. „Der Südbereich kann mit den entstehenden Multifunktionsflächen für alle Altersgruppen und verschiedenste Aktivitäten genutzt werden“, ist der Beschlussvorlage weiter zu entnehmen. Eine besondere Herausforderung sei die Anpassung der Spielflächen an die unterschiedlichen Gebäudehöhen insbesondere im Westbereich. Die Kostenschätzung für die Neugestaltung enthält die Kosten für den Tief- und Landschaftsbau und die Spielgeräte. Die Spielgeräte sollen allerdings separat ausgeschrieben werden.

Mit den Eltern abgestimmt

Die Gestaltung der Spielflächen sei jüngst mit dem Elternkuratorium abgestimmt worden. Auch die Kitaleitung ist laut Beschlussvorlage in den Planungsprozess eingebunden gewesen. Die Kosten für das Projekt Kitaspielplatz West und Südwest wurden nach Ermittlung für die Haushaltsplanung 2021 in Höhe von rund 195 000 Euro angemeldet.

Westlich der Krippe sind laut den Planungsunterlagen unter anderem ein Spielbereich mit kleinem Rasenhügel und Malwänden sowie Hütten als Rückzugsorte vorgesehen. Außerdem soll eine Terrasse mit Sonnensegel zum Verweilen einladen. Daneben ist eine Hangrutsche mit sogenanntem Schrägaufstieg geplant sowie eine Spielfläche unter Bäumen mit einem Spielelement für Kleinkinder und einer Sandmulde im Rasen.

Fertigstellung für Frühjahr geplant

Im Südbereich dominiert eine Rasenfläche für Ballsportarten wie zum Beispiel Fußball. Außerdem soll für alle Altersgruppen ein kleiner Garten mit Hochbeeten entstehen, ein Bauspielplatz und eine befestigte multifunktionale Fläche.

Baustart für das Gesamtprojekt war bereits im Januar 2019. Neben der Entkernung und Sanierung des alten Bestandsgebäudes wurde zwischen dem Kindergarten und der Krippe, die seit einigen Jahren in einem abgetrennten Teil des ehemaligen Dorfgemeinschaftshauses untergebracht ist, ein weiteres Gebäudeteil in Stahlbetonbauweise errichtet. Damit sind beide Häuser nun miteinander verbunden. Hier entstehen ein weiterer Gruppen- sowie ein Schlafraum für die jüngsten Knirpse der Einrichtung. Außerdem wird hier die Cafeteria eingerichtet. Damit hat sich die Grundfläche der Einrichtung erhöht. Insgesamt wird es für die bis zu 58 Kindergartenkinder und 32 Krippenknirpse neben den fünf Gruppenräumen mit Garderoben und Sanitärbereichen auch ein Forschungslabor sowie einen Kreativraum geben.

Für den kompletten Umbau der Meitzendorfer Kindereinrichtung war im Oktober Richtfest gefeiert worden. Bis dahin waren der Umbau des Bestandsgebäudes sowie der Rohbau in Stahlbetonbauweise so gut wie fertiggestellt - trotz Rückschlägen. Neben dem Bauverzug von voraussichtlich vier Monaten muss die Gemeinde 800.000 Euro zusätzlich berappen.

Explodierende Baupreise

Bürgermeister Frank Nase (CDU) hatte während der Feierlichkeiten zum Richtfest unter anderem explodierende Baupreise, schlechte oder keine Ausschreibungsergebnisse sowie unvorhersehbare technische Probleme verantwortlich gemacht. Ende September hatten die Ratsmitglieder einer weiteren überplanmäßigen Ausgabe in Höhe von rund 187.000 Euro zugestimmt.

Ursprünglich war das Projekt mit Gesamtkosten von rund 1,73 Millionen Euro geplant. 1,3 Millionen Euro stammen aus dem Förderprogramm „Stark III“. Die restlichen 500.000 Euro hat die Gemeinde mittels eines zinslosen Kredites von der Investitionsbank finanziert. Für die gesamten Mehrkosten muss Barleben aus eigener Tasche aufkommen.