Wolmirstedt l Pünktlich 15 Uhr platzte die sehr schöne Anlage in der Wolmirstedter Vogelstange bereits aus allen Nähten. Im Verlauf des Freitagnachmittags stellten sich noch zahlreiche interessierte Besucher ein. Ihnen allen wurde ein buntes und unterhaltsames Programm geboten. Als Gäste hatten Einrichtungsleiterin Yvonne Hoza und ihre Mannschaft beispielsweise das Budokan Magdeburg-Showkampfteam und die Virgin Guards, das American Football-Team kommt ebenfalls aus der Landeshauptstadt, für diese Veranstaltung gewinnen können.

Die Regionalbereichsbeamten der Polizei, Jens Kaulfuß und Marco Rath, waren mit einem Unfall-Simulator vor Ort. Einige ganz Wagemutige, die den Simulator ausprobierten, spürten am eigenen Leib, welche immensen Kräfte schon bei geringer Geschwindigkeit auf den Körper wirken. Zur Beruhigung aller sei aber angemerkt, dass alle Testpersonen den Aufprall unversehrt überstanden haben.

Grillstand und Saftbar dicht umlagert

Die American Footballer, gegründet im Jahr 1995, ließen es sich nicht nehmen, den Don-Bosco-Kindern und -Jugendlichen einen Besuch abzustatten. Die Athleten hatten auf dem Einrichtungsgelände einen eigenen Stand aufgebaut. Sie erklärten ihren Sport und warfen sich mit neugierigen Footballfans einige Bälle zu. Das Werfen, vor allem aber das Fangen der eierförmigen eigenwillig rotierenden „Pille“ stellte den ein oder anderen Probanden auf eine gehörige Probe. Keine Überraschung also, dass das Fangen mehr als einmal schief ging. Dennoch hatten alle Beteiligten durchaus ihren Spaß an der Sache und möglicherweise hat sich ein Sportlertalent für die Virgin Guards herauskristallisiert.

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Yvonne Hoza hieß alle Anwesenden – Familienangehörige, Vertreter der Geschäftsstelle der Caritas-Trägergesellschaft St. Mauritius und des Jugendamtes des Landkreises Börde, Kooperationspartner und Förderer – herzlich willkommen. Sie informierte über das Programm und wünschte dem Sommerfest einen guten Verlauf. Für den süßen Zahn standen leckere Kuchen bereit. Die hatten die Erzieherinnen der Einrichtung spendiert, aber auch gemeinsam mit den Kindern im Gruppendienst gebacken. Es mögen um die 20 Kuchen gewesen sein, die zum Verzehr angeboten wurden. Tatsächlich seien diese beinahe bis auf den letzten Krümel verputzt worden, schätzte Yvonne Hoza ein. Zeit zum Spielen war ebenfalls gegeben. Bastel- und Spielstraße luden zum Mitmachen ein. Dafür hatten die Erzieher mehrere Stände aufgebaut. Die Kinder bastelten dekorative Buttons als Schmuck für ihre Kleidung. Andere ließen sich ihr Gesicht schminken oder sich ihre Hände mit Henna-Tattoos verzieren. Die „Großen“ übten sich beim Maßkrug stemmen, die „Kleinen“ flitzten über den Einhornparcours.

Am späten Nachmittag wurde der Grill angefeuert. „Wir hatten Bratwürste und bunte Salate im Angebot. Wie der Grill war auch unsere Saftcocktailbar dicht umlagert“, freuten sich die Veranstalter über die große Resonanz. Im Laufe des Tages haben mehr als 100 Gäste das Sommerfest besucht. Im Don-Bosco-Haus leben im Moment 18 stationär betreute Kinder und Jugendliche. Diese haben hier ein Zuhause auf Zeit gefunden. Acht Kinder und Jugendliche gehören zur teilstationären Tagesgruppe, die hier den Tag verbringen und abends wieder nach Hause gehen dürfen.