Niederndodeleben l Seitdem ärgern sich die Verantwortlichen vor Ort immer wieder mit Vandalismus auf der Spielstätte herum. Bürgermeister Wolfgang Schmid ist stinksauer: „Ich kann es nicht verstehen, dass einige Jugendliche eben keine Eigenverantwortung zeigen, wir hier immer wieder ihren Dreck wegräumen müssen. Immer wieder geschmiert, demoliert wird, Müll und, was am schlimmsten ist, Glasscherben überall herum liegen.“ Er schimpft über die auf den im April 2015 übergebenen Spielplatz am Freibad aufzufindenden Hinterlassenschaften von einigen wenigen. Schmierereien, beschädigte Bauteile an der kleinen Wasserlandschaft aber vor allem Scherben zerbrochener Flaschen sind ein Thema, das ihm aufstößt.

Immer wieder Reperaturen

Der „kleine Freizeitpark“ hatte vor ein paar Jahren immerhin 140 000 Euro gekostet. Doch seit Eröffnung müssen immer wieder Schließanlagen ausgetauscht und repariert werden, die Torhalterungen sind demoliert und auch die Großgeräte werden nicht verschont. Gemeindemitarbeiter Jörg Pilz fährt fast täglich am Objekt vorbei. „Ich schaue eigentlich immer, ob alles ok ist. Leider muss ich zwei, dreimal die Woche anhalten, lese Scherben und Müll zusammen. Da sind pro Woche immer ein paar Stunden weg, wegen solchem Mist.“

Ortsbürgermeister Schmid drängt wegen des dauernden Ärgernisses schon länger bei der Gemeinde auf eine Lösung. „Videoüberwachung kommt wohl aus datenschutzrechtlichen Belangen nicht in Frage.“ Ins Spiel gebracht hat er nun eine Beleuchtung des Spielplatzes in den Abendstunden.

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Gemeinde hat "die Sache" auf dem Schirm

Grundsätzlich hat man in der Gemeinde Hohe Börde ein offenes Ohr für die Sorgen von Wolfgang Schmid. „Wir haben die Sache schon auf dem Schirm“, so Bürgermeisterin Steffi Trittel. Geprüft werde derzeit auch der Vorschlag der Ausleuchtung, ein Ergebnis dazu sei wohl zeitnah zu erwarten.

Maik Schulz, Pressesprecher der Gemeinde Hohe Börde sagt auf Anfrage der „Volksstimme“: „Tatsächlich ist es so, dass die Sachkosten für Reparaturen auf genau diesem Spielplatz nicht wesentlich höher sind als auf anderen auch. Allerdings wird dabei eben auch nicht die Arbeitszeit der Gemeindemitarbeiter vor Ort erfasst.“

Jugend braucht Platz, sich zu treffen

„Mir ist schon klar, dass die Jugend ihren Raum braucht. Wir haben seit Jahren keinen Jugendclub mehr, es gibt nicht viele Plätze, wo sie sich treffen können, in diesen derzeit besonders schwierigen Zeiten geht das ohnehin nicht. Ich habe für vieles Verständnis und bin da gern Ansprechpartner. Ich würde mir nur wünschen, dass das, was vorhanden und nutzbar ist, nicht mutwillig zerstört wird“, so Schmid.