Ausbaupläne

Sportareal in Dolle soll neues Leben eingehaucht werden

Viele Jahre lag der alte Sportplatz in der Ortschaft Dolle brach, das ehemalige Vereinshaus wurde nicht mehr genutzt. Bis sich schließlich die Gemeinde dazu entschloss, den Platz und das Haus in die Hände des Heimatvereins zu geben. Der will aus dem Areal nun den kulturellen Mittelpunkt des Dorfes entwickeln.

Von Hendrik Reppin
Hilfe beim Einmessen des alten Sportplatzes bekam der Heimatverein von den Soldaten des angrenzenden Truppenübungsplatzes.
Hilfe beim Einmessen des alten Sportplatzes bekam der Heimatverein von den Soldaten des angrenzenden Truppenübungsplatzes. Foto: Birgit Zillmann

Dolle - Der Heimatverein Dolle e. V. hat sich eine Menge vorgenommen. Als der alte Sportplatz nebst Sportvereinsheim dem Heimatverein kostenlos zur Nutzung überlassen wurde, war die Freude groß. „Welcher Verein kann schon auf eine solche Fläche für seine Aktionen zugreifen“, so Birgit Zillmann, Mitglied des Vorstandes im Heimatverein. Seit der Gründung des Vereins im Jahr 2018 seien schon viele Veranstaltungen organisiert worden. Der alte Sportplatz sei schon mehrmals als Austragungsort genutzt worden.

Jetzt will der Heimatverein richtig loslegen. „Aus dem alten Sportplatz soll ein Dorfgemeinschaftsplatz werden“, so die Vorstellungen der Mitglieder. Sowohl die Möglichkeit zur sportlichen Betätigung, als auch zum gemütlichen Verweilen sollen auf und an dem alten Spielfeld geschaffen werden.

Bundeswehr hilft beim Einmessen

„Sobald es wieder möglich ist, sollen hier auch alle Veranstaltungen, die der Heimatverein organisiert, stattfinden“, so Birgit Zillmann weiter.

Eine so vielfältige Nutzung erfordere jedoch eine optimale Aufteilung. Doch mit den Mitteln der Vereinsmitglieder wäre eine Vermessung mühsam. „Solche Flächen kann man nicht mit dem Zollstock messen“, sagte Birgit Zillmann lachend. Daher habe sich der Verein Unterstützung geholt.

Nun konnte der Platz mit Hilfe der Bundeswehr professionell eingemessen werden. Die Aufteilungen für ein Kleinspielfeld, ein Beachvolleyballfeld, ein Bereich für einen Spielplatz und eine überdachte Sitzgelegenheit sind inzwischen abgesteckt worden. Auch ein Areal für Veranstaltungen unter freiem Himmel sei inzwischen festgelegt.

Enorme Hilfe bei der Entwicklung des Dorfgemeinschaftsplatzes bekomme der Verein auch weiterhin von der Gemeinde Burgstall, erklären die Vereinsmitglieder. Um den Platz in Zukunft zu bewässern, werde beispielsweise mit Unterstützung der Gemeinde ein neuer Brunnen gebohrt.

„Auch wenn nicht alles auf einmal fertig werden kann, soll jetzt zügig mit der Umgestaltung begonnen werden“. Nach Angaben von Birgit Zillmann sei schon das erste Gerät für den Spielplatz angeschafft worden. Auch die Sitzplätze mit Überdachung würden schon bereit stehen - alles finanziert von der Gemeinde Burgstall. Das fachgerechte Aufstellen übernehme jedoch der Verein in Eigenleistung. „Natürlich ist dabei jede Unterstützung, die wir aus dem Ort bekommen können, herzlich willkommen.“ Schließlich müsse der Einbau nach TÜV-Vorgaben erfolgen.

Weitere Spielgeräte sollen folgen

„Es soll natürlich nicht bei dem einen Spielgerät bleiben“, so das Vorstandsmitglied. Stück für Stück werde der Spielplatz in Zukunft um weitere Teile ergänzt.

Dabei liegt schon eine Menge Arbeit hinter den Vereinsmitgliedern: Gerade das Vereinsheim musste, nachdem es lange Zeit ungenutzt am alten Sportplatz stand, aufwendig aufgeräumt werden. Inzwischen ist das Haus der Stolz des Heimatvereins. Es seien Toiletten saniert und die alten Duschen herausgerissen worden. Eine gespendete Küche konnte eingebaut werden. „Inzwischen stehen einheitliche Stühle und Tische im Vereinsraum.“ Auch diese Anschaffungen seien durch großzügige Spenden finanziert worden. Für die größeren Umbaumaßnahmen sei jedoch die Gemeinde dem Heimatverein finanziell beigesprungen. Die Aufträge für die Arbeiten bekamen schließlich ortsansässige Handwerker.

Eine inzwischen angebrachte Überdachung schütze auf der Terrasse vor dem Vereinsheim vor Regen und der prallen Sonne.

Jede Menge Arbeitsstunden hätten die Vereinsmitglieder in die Umgestaltung des Hauses gesteckt. „Und es werden noch viele hinzukommen.“ Dennoch könnten sich die Vereinsmitglieder auch auf Hilfe und Unterstützung der Einwohner von Dolle verlassen.

Aktuelles Projekt sei im Moment die Stellfläche vor dem Vereinsheim. „Der kaputte Betonboden ist entfernt und die Fläche in mehreren Arbeitseinsätzen neu gepflastert worden.“ Das Material hierfür hätte überwiegend die Gemeinde finanziert, aber auch Spenden von Unternehmen seien in den Bau geflossen.

Pandemie sorgt für leere Vereinskasse

Seit letztem Frühjahr habe der Heimatverein auf Grund der Corona Pandemie keine Veranstaltungen mehr durchführen können. Das sei nicht nur schädlich für das Miteinander im Ort gewesen. Dem Heimatverein seien auch Einnahmen aus dem Verkauf von Speisen und Getränken weggebrochen. Finanzielle Mittel, die schließlich für solche Maßnahmen, wie die Umgestaltung des alten Sportplatzes in Dolle nun fehlen würden.

„Vielleicht möchte uns ja der eine oder andere auch mit einer kleinen Spende finanziell unterstützen, damit das gesamte Projekt der Umgestaltung zum Dorfgemeinschaftsplatz zügig voran gehen kann“, so Vorstandsmitglied Birgit Zillmann. „Wir sind für jede Unterstützung sehr dankbar.“