Stadion

Stadionneubau in Wolmirstedt: Standortfrage wird neu gestellt

Herber Rückschlag für die Zukunft einer zentralen Sportstätte in Wolmirstedt: Warum der Stadtrat in Wolmirstedt in Sachen Stadionneubau zu einer Sondersitzung zusammenkommen muss.

Von Gudrun Billowie
Das Stadion soll nach neuesten Plänen hinter das Rapsfeld und Streuobstwiese rücken.
Das Stadion soll nach neuesten Plänen hinter das Rapsfeld und Streuobstwiese rücken. Foto: Gudrun Billowie

Wolmirstedt - Das neue Stadion kann nicht an der bisher vorgesehenen Stelle in der Samsweger Straße gebaut werden. Grundstücksverhandlungen sind geplatzt. Wie es weitergeht, wird am Donnerstag in den Sondersitzungen des Hauptausschusses und des Stadtrats beraten. Die Verwaltung hat bereits einen Vorschlag parat. Demnach würde das Stadion hinter die Streuobstwiese rücken. Damit befände es sich im Gegensatz zur Ursprungsversion weiter entfernt von der Kleingartenanlage, von den Schulen, aber rückte näher An Auerbachs Mühle, wäre noch 150 Meter von diesem Touristenmagnet entfernt.

Warum es zu dieser Situation, zu dem geplatzten Grundstückskauf gekommen ist, wird im Stadtrat am Donnerstag hinter verschlossenen Türen besprochen. Die Öffentlichkeit ist erst wieder dabei, wenn über den neuen Standort abgestimmt wird.

Rückschlag in der Planung

Diese Situation ist ein herber Rückschlag für die Zukunft einer zentralen Sportstätte in Wolmirstedt. Jahrelang wurde debattiert: Sanierung des Küchenhornstadions oder Neubau in der Samsweger Straße. Im Dezember 2020 war im Stadtrat mehrheitlich die Entscheidung zugunsten des 6,4-Millionen-Euro-Neubaus in der Samsweger Straße gefallen. Hätte sich das Dilemma um den Grundstücksverkauf verhindern lassen?

Schwer. Erst mit der Grundsatzentscheidung im Rücken war die Stadtverwaltung in die Lage versetzt worden, konkrete Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern aufzunehmen. In den Planungen waren für den Grunderwerb 198000 Euro vorgesehen. Warum sich Grundstücksbesitzer und Stadt nicht einig geworden sind, ist nicht bekannt.

Sollte das Stadion nun tatsächlich einige Meter weiter nach Osten rücken, muss der Flächennutzungsplan der Stadt geändert werden, damit geht eine Umweltprüfung einher. Außerdem wird mit höheren Kosten für die Erschließung gerechnet.

Mehr Parkplätze möglich

Das Gelände für das Stadion am neuen möglichen Standort wäre einen Hektar größer, statt 3,9 stünden 4,9 Hektar zur Verfügung. Die Stadt hat bereits einen Vorschlag dafür, was mit dieser zusätzlichen Fläche geschehen soll: Parkplätze könnten direkt in das Areal eingeordnet werden. Alle anderen Pläne hinsichtlich der Stadionaufteilung sollen auch am neuen Standort bestehen bleiben.

Der Hauptausschuss kommt am Donnerstag, 20. Mai, um 16 Uhr, anschließend der Stadtrat um 18 Uhr in der Halle der Freundschaft zusammen.