Farsleben l Manfred Schulzke ist Ur-Farsleber. Der 67-Jährige ist begeisterter Radler und Naturfreund. Auf seinen Touren durch die Umgebung genießt er nicht nur Flora und Fauna – er tut auch noch etwas für die Umwelt. Manfred Schulzke sammelt die Hinterlassenschaften bequemer Zeitgenossen ein, die ihren Müll wild in die Landschaft entsorgen. „Ich kennen das nicht anders“, erzählt der Farsleber. „Das mache ich eigentlich schon ein Leben lang.“ Er findet, dass sein Ort sich den Besuchern und Einwohnern sauber präsentieren sollte. „Damit bin ich allerdings auch nicht allein“, sagt er. „Viele Bürger handhaben das so wie ich und daher sind Farsleben und die nähere Umgebung doch recht gepflegt.“ Das betrifft auch die Hundefreunde in dem Ort. „Wir treffen uns regelmäßig am Sportplatz und üben dort mit den Tieren“, sagt Schulzke. Außerdem halten die Mitglieder das Gelände sauber. Da gibt es immer einmal wieder einiges zu tun.

„Oft finden wir Wurst- und Butterbrotverpackungen“, berichtet Schulzke. Deren Menge kann sich über die Zeit gehörig nach oben potenzieren. Nach der Lockdown-Zeit entdeckten die Farsleber gar über 100 leere Sektflaschen auf dem Gelände. Ein echter Ausreißerfund beim Sportplatz war eine Lkw-Ladung mit Bauschutt (Volksstimme berichtete).

„Da waren wir einfach nur sprachlos“, erzählt der Farsleber weiter. Den Fund haben das Ordnungsamt und sogar die Regionalbereichsbeamten schon dokumentiert. Für eine solche Aktion hat der 67-Jährige keinerlei Verständnis. „Die ordnungsgemäße Entsorgung von Bauschutt kostet doch nicht die Welt“, bringt er vor. „Letztendlich kommt dieser Haufen Müll auf uns zurück, die wir auf dem Gelände aktiv sind.“ Nur wenige hundert Meter neben Farsleben gebe es zudem eine entsprechende Deponie.

Bei seinen Radtouren durch die Umgebung hat Manfred Schulzke schon so ziemlich alles gesehen, was an Müll in die Landschaft geworfen wird. Kleine Sachen wie Zigarettenschachteln und Verpackungen nimmt er gleich mit nach Hause. „Ich lege aber schon einmal Haufen an, wo ich den Müll aus der Umgebung sammle und sie dann später mit dem Wagen abhole“, erklärt der begeisterte Radler. Über die Jahrzehnte ist da einiges zusammengekommen. Die Funde werden von dem Farsleber sortiert und landen in der gelben oder der blauen Tonne. „Mir macht das nichts weiter aus. Letztendlich zählt nur die Ordnung“, sagt er dazu. „Ich finde, dass jeder einfach mehr auf sein Verhalten achten sollte.“

Manfred Schulzke macht auch seine Mitbürger auf ein mögliches Fehlverhalten aufmerksam. „Ein offenes Wort hat noch nie seine Wirkung verfehlt“, sagt er.