Groß Ammensleben l Im Brandschutzbedarfsplan der Niederen Börde ist perspektivisch der Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Groß Ammensleben festgeschrieben. Wie Ortsbürgermeister Klaus-Rüdiger Pfeiffer im Gespräch mit der Volksstimme erklärt, würden die Vorplanungen dafür derzeit laufen. Geklärt werden müsse allerdings noch abschließend die Frage nach dem Standort.

„Momentan wird ein Standort gegenüber des Dachziegelwerkes Nibra geprüft“, erläutert der Ortschef. Dabei spiele auch die Frage nach der besten Anbindung eine wichtige Rolle. Fest stehe jedoch, dass die Bauarbeiten in diesem Jahr beginnen müssen, dies hänge mit der vorgegebenen Förderperiode zusammen, sagt Klaus-Rüdiger Pfeiffer.

Kita auf dem Domänengelände

Ein weiteres Großprojekt, das in Groß Ammensleben allerdings schon seit längerem geplant ist, ist der Bau einer neuen Kindertagesstätte auf dem Domänengelände. Nachdem der Antrag auf Fördermittel aus dem Programm „Stark III“ in der vergangenen Förderperiode zurückgestellt worden war, hoffen die Gemeindevertreter, es im nächsten Anlauf auf die Prioritätenliste der Geldgeber zu schaffen. Ob dies in diesem Jahr geschehe, müsse abgewartet werden, sagt der Ortsbürgermeister.

Ein kleineres Vorhaben in Groß Ammensleben sei die Befestigung des Kirchplatzes. „Dort reißen Autos beim Fahren immer wieder Steine heraus“, erklärte Klaus-Rüdiger Pfeiffer. Des Weiteren sollen Gehwege im Ort begradigt werden. Als Beispiel nennt der Ortschef den Weg vor der Gaststätte „Zur Post“. „Die Wege sollen geglättet werden, um beispielsweise auch mit dem Rollator darüber laufen zu können“, sagt Pfeiffer mit Blick auf die älteren Einwohner der Ortschaft. Um die Frage beantworten zu können, wann genau diese Pläne auch umgesetzt werden können, müsse zunächst der Haushaltsplan der Gemeinde Niedere Börde für das Jahr 2019 abgewartet werden. Dieser liege aktuell noch nicht vor.

Teilanonyme Ruhegemeinschaft

Geplant sei nach dem Erfolg und dem Vorbild in Samswegen auch auf dem Friedhof in Groß Ammensleben die Errichtung einer teilanonymen Ruhegemeinschaft als neue Form der Bestattung neben der Erdgrabstätte, dem Urnengrab und der anonymen Bestattung auf einer sogenannten „grünen Wiese“. In Samswegen werden jeweils acht Urnen in einer Grabanlage beigesetzt. In der Mitte des Beetes erinnern einzelne Steinplatten auf einer Stele mit dem jeweiligen Namen, dem Geburts- sowie Sterbedatum an die Verstorbenen. Des Weiteren soll auf dem Groß Ammensleber Friedhof die Pflasterung zur Grünen Wiese hin fortgesetzt werden, teilt Klaus-Rüdiger Pfeiffer mit.

Was den Veranstaltungskalender angeht, gibt es einige feststehende Feste und Termine im Jahr. Dazu gehört beispielsweise das „Ostercafé“ der Groß Ammensleber Theatergruppe um Monika Bednarz. Jeweils am Ostermontag – dieser fällt 2019 auf den 22. April – führen die Laiendarsteller ein meist witziges Bühnenstück auf.

Veranstaltungen teils noch in Planung

Ein fester Termin ist auch das Aufstellen des Maibaumes vor der Gaststätte. Musikalisch umrahmt werden die Feierlichkeiten am 1. Mai von der Schalmeienkapelle, der Sportverein stelle den Maibaum auf. „Vieles stemmen die Vereine im Ort aus eigener Kraft“, betont Klaus-Rüdiger Pfeiffer und nutzt die Gelegenheit, „Danke“ zu sagen. Geplant sei 2019 auch ein Sommerfest. Zudem sollen am Tag des offenen Denkmals erneut Führungen über das Domänengelände und durch die ehemalige Klosterkirche „Sankt Peter und Paul“ angeboten werden. Weitere Veranstaltungen sind zum Volkstrauertag, zum Radweggeburtstag zwischen Groß Ammensleben und Gutenswegen sowie zur Adventszeit vorgesehen. Das Datum für den Weihnachtsmarkt steht auch schon fest: Dieser findet jährlich am Sonnabend vor dem 2. Adventssonntag statt.

In der zweiten Januarhälfte soll zudem eine Absprache mit den Vereinen erfolgen, in der weitere Veranstaltungen festgelegt werden sollen.