Zerbst l Am Sonnabend, 13. Juli, von 14 bis 17 Uhr bietet sich allen Interessierten wieder einmal die Gelegenheit, sich den Küchenbereich im früheren Wohntrakt des Zerbster Residenzschlosses anzuschauen.

Im Souterrain, dem ältesten Bauteil des Gebäudes, ist ein kleiner Rest der ehemaligen Schlossküche erhalten, in der einst die Speisen für die fürstliche Familie und für Hoffeste zubereitet wurden.

Gewölbe anschaulich ausgestattet

Nach der Realisierung der Sicherungsmaßnahme VI/3 hat der Förderverein 2014/15 das obere und das untere Gewölbe anschaulich mit verschiedenen Objekten ausgestaltet. Andeutungsweise ist nun die ursprüngliche Nutzung der Küche nachvollziehbar.

Besonders eindrucksvoll ist das untere Küchengewölbe mit großen Feuerherd, Warmhalteplatte und mächtiger Esse aus dem späten 17. Jahrhundert. Historische Küchenutensilien verdeutlichen, wie dort einst gekocht, gebraten, geräuchert und gebacken wurde.

Brunnen zur Wasserversorgung

Der freigelegte Brunnen diente zur Wasserversorgung der Küche, dass über Röhren auch ins Erdgeschoss gepumpt wurde. Das Waschwasser floss über eine sandsteinerne Rinne nach draußen.

Außerdem ist ein Aufstieg bis zum Dach möglich. Bei gutem Wetter ist ein herrlicher Ausblick von der Aussichtsplattform über die ganze Stadt möglich. Zudem lädt die Sonderausstellung „Auf den Spuren von Katharina“ ein, Stationen und Lieblingsplätze der einstiges Zarin zu Erkunden.

Geschichte der Stadt kennenlernen

Auch das Fürstenappartement und die Ausstellungsräume der anderen im Schloss ansässigen Zerbster Vereine bieten vielfältige Möglichkeiten, sich über die Geschichte der Stadt zu informieren.

Das Zerbster Schloss kann bis zum Saisonende am 28. September dienstags bis sonnabends von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr besichtigt werden. Der letzte Einlass ist am Vormittag um 11.30 beziehungsweise um 16.30 Uhr am Nachmittag.