Zerbst l Vereinsvorsitzende Irene Stephan zog während der jüngsten Jahreshauptversammlung Bilanz über das vergangene Jahr. Ein großer Schock war dabei die Insolvenz der B&A Strukturförderungsgesellschaft Zerbst. Der Heimatverein profitiert wie andere Vereine ebenso von den Förderungen des zweiten Arbeitsmarktes und beschäftigt Menschen, die den Vorstand bei den verschiedenen Aktivitäten unterstützen.

 

Inzwischen, sagte Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD), habe die Stadt selbst die Trägerschaft für die Arbeitsfördermaßnahme übernommen. Auch wenn es das zuständige Ministerium nicht gerne sehe, setze der Landkreis Anhalt-Bitterfeld mehr als 50 Prozent der Mittel für Arbeitsgelegenheiten auf dem zweiten Arbeitsmarkt ein. Das sei im Kreis wichtig.

Damit erhalten viele Menschen in der Region eine sinnvolle Beschäftigung und unterstützen unter anderem ehrenamtlich tätige Bürger bei der Vereinsarbeit. Aktuell unterstützt eine neue Mitarbeiterin bis zum Frühling die Mitglieder des Heimatvereins, ist Irene Stephan erleichtert.

Unterstützung durch neue Mitarbeiterin

Regelmäßig trifft sie sich mit dem Vorstand, um weitere Projekte und Termine vorzubereiten und zu besprechen. Zahlreiche Ausflüge und die Teilnahme an städtischen Veranstaltungen plant sie wieder. Gleich Anfang März organisiert der Verein unter anderem einen Nachmittag, um die Mundarten zu pflegen.

In der Stadthalle werden Autoren aus verschiedenen Landesteilen die dort übliche Mundart vortragen. Außerdem ist ein Tagesausflug nach Blankenburg geplant. Hier wollen sie die Stadt erleben und sich selbst ein Bild machen.

Bei der Besetzung der verschiedenen Termine macht dem Vereinsvorstand zunehmend das hohe Durchschnittsalter der Mitglieder zu schaffen. Im vergangenen Jahr meldeten sich drei Mitglieder aus Altersgründen ab, zwei weitere verstarben. Nur noch 49 Frauen und Männer gehören dem Heimatverein heute an.

Die Gewinnung neuer Mitglieder ist deshalb für Irene Stephan und die Vorstandsmitglieder in diesem Jahr ein wichtiger Punkt, sagte sie weiter. Schließlich gehe es darum, die Kultur und die Traditionen in der Stadt zu erhalten und zu pflegen. Da sei es wichtig, dass sich die Menschen der verschiedenen Altersgruppen einbringen und mitmachten. Wenn der Heimatverein von vielen Schultern getragen werde, sei es ihr um die Zukunft nicht bange.

Traditionen der Stadt pflegen

Mit verschiedenen Veranstaltungen will der Verein das Interesse der Menschen weiter wecken. Im Schloss betreuen die Vereinsmitglieder wieder ihre Ausstellung, in der Modelle von Gebäuden und Straßenzügen von Zerbst vor dessen Zerstörung 1945 zu sehen sind.

Doch die Absicherung der vielen Termine bereite ihr Sorgen, blickt sie auf 2019. Dennoch hofft sie in diesem Jahr wieder auf viele schöne Tage in der Gemeinschaft des Vereins und einen regen Austausch mit den Bürgern bei den verschiedensten Veranstaltungen in der Stadt. Sie freue sich auf viele Begegnungen und Eindrücke, sagte sie nach ihrer Jahresbilanz vor den Mitgliedern des Vereins.