Zerbst l Mit 1,88 Millionen Euro ist allein das Projekt „Wegeberg 10“ veranschlagt, für das die Ausschreibung inzwischen läuft. Offen ist noch die Förderung. „Wir rechnen jetzt im Januar mit dem Bewilligungsbescheid“, erklärt Daniela Kock. Über das Bundesprogramm zum „Herrichten von leerstehendem Wohnraum“ seien Mittel in Höhe von 700.000 Euro beantragt worden, erläutert die Geschäftsführerin der BWZ mit Blick auf die maximal mögliche Fördersumme.

70 Wohnungen

Die Investitionen sollen genutzt werden, um den 70 Wohnungen zählenden Block umfangreich zu sanieren und zwar ähnlich wie bereits jenen am Weinberg 4. „Die Maßnahmen dort wurden sehr gut angenommen, so dass das Objekt nahezu voll vermietet ist“, sagt Kock.

So soll der Wegeberg 10 nun nach diesem Vorbild modernisiert werden. Neben dem Austausch der Fenster beinhaltet dies ebenfalls die Erneuerung von Heizung und elektrischen Leitungen sowie Wasseranschlüssen. Die Bäder werden unterdessen mit bodengleichen Duschen barrierearm umgebaut. Darüber hinaus sollen Glasbrüstungen an den Bestandsbalkonen künftig mehr Licht in die Räume lassen.

Ein Aufzug ist geplant

„Außerdem werden diverse Einraumwohnungen zusätzlich mit Balkonen versehen“, so BWZ-Chefin Kock. Die komplette Sanierung des 1987 errichteten Hauses erfolgt strangweise und „ist sicher eine Belastung für die Mieter“, ist sich Daniela Kock bewusst. In Aussicht stehe jedoch eine deutliche Verbesserung der Wohnsituation.

„Wir wollen zeitnah starten“, hofft sie auf einen baldigen Beginn der Bauarbeiten. Diese werden sich über das laufende Jahr hinaus erstrecken. Die Fertigstellung ist für Anfang 2020 geplant.

Ursprünglich sollte bereits 2018 das Objekt in der Badergasse 8 einen Aufzug erhalten, mit dem alle 14 Wohnungen dort fortan barrierefrei erreichbar sind. „Hier haben wir neue Angebote einholen müssen“, sagt Kock. Es habe bei der Ausschreibung des Gewerkes Rohbau „erhebliche Kostenüberschreitungen“ gegeben. Zu den gestiegenen Preisen in der Baubranche hinzu komme, dass die Firmen gut ausge- bucht seien, erläutert die BWZ-Geschäftsführerin. „Uns ist es jetzt gelungen, eine Firma aus Gommern zu binden, die noch Kapazitäten hat“, so Kock

Förderung für Projekt

Im Frühjahr soll das 288.000 Euro teure Vorhaben starten, das über das so genannte „Aufzugsprogramm“ mit 130.000 Euro gefördert wird. Die Maßnahme werde sich über das Jahr hinwegziehen, schätzt Kock.

Mit 60.000 Euro wird das mit 170.000 Euro kalkulierte Projekt „Salzstraße 1“ über das Programm „Herrichten von leerstehendem Wohnraum“ bezuschusst. „In sechs Wohnungen im Erdgeschoss wol- len wir durch eine nachträgliche Innendämmung die Energieeffizienz verbessern“, beschreibt die BWZ-Chefin die Pläne.

Da die Fassade des aus den sechziger Jahren stammenden Gebäudes denkmalgeschützt ist, kann nur auf diese Weise wirksam etwas zur Heizkostensenkung getan werden. Positive Erfahrungen mit Innendämmung sammelte die BWZ schon in der Brüderstraße. „Diese Sanierung sollte 2019 fertiggestellt werden“, ergänzt Daniela Kock.

Neue Dächer für Gebäude an der B 184

Zu guter Letzt sollen die 2015 begonnenen Dachsanierungen an den Wohnblöcken entlang der Bundesstraße 184 in diesem Jahr abgeschlossen werden. Das betrifft zum einen die Breite Straße 2 bis 8, für die 170.000 Euro zur Verfügung stehen, sowie das Gebäude an der Ecke Fuhrstraße / Wolfsbrücke, das mit weiteren 130.000 Euro zu Buch schlägt.

„Sechs Dächer sind das dann insgesamt“, erläutert Daniela Kock die Investition, die auch eine Schönheitskur für die Hausfassaden umfasst. Bei diesen Maßnahmen kann die Bau- und Wohnungsgesellschaft – ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Stadt – auf Geld aus dem Förderprogramm „Stadtumbau Ost“ zurückgreifen.