Wenn alles zuwächst

Klaus Haberland und weitere Lindauer kritisieren die nicht ausreichende Pflege der Grünflächen im Ort

Die Anwohner in Lindau sind sauer. Es geht um die mangelhafte Pflege der Grünflächen in Lindau. Der Bauhof würde ihrer Ansicht nach seine Arbeit nicht ordentlich machen. Dabei wünschen sich die Lindauer doch nur, dass ihr Ort wieder schön aussieht.

Lindau - pwi

Irgendwann ist das Maß voll. Klaus Haberland vom Flecken in Lindau ist sauer. Nicht nur er, auch andere Lindauer. Haberland hat sich nun vor den Karren gespannt, sich einmal öffentlich zu beschweren. „Der Bogen ist überspannt“, sagt er.

Rasenmähen ehrenamtlich in Eigenregie

Es geht um die Pflege der Grünflächen in Lindau, besser gesagt um die „Nichtpflege“. Er habe schon oft selber mal gemäht oder sich in die Rabatten reingekniet, so der Lindauer. Mit eigener Technik, das eigene Benzin verbraucht, ehrenamtlich an so mancher Stelle in Lindau. Das tue er auch gerne, sagt er. Auch mache er seine Mitbürger aufmerksam, wenn es an der ein oder anderen Stelle mal wieder Zeit wäre, zu mähen oder Ähnliches.

Aber was der Bauhof sich hier leiste, gehe gar nicht, meint er: „So hat es noch nie ausgesehen.“ Mit dem Rasentraktor fahren die Bauhofleute vor, fahren rundherum und sind wieder verschwunden. Da werde nicht ausgestiegen, nicht mal das Zeug mitgenommen. Am Rosenbeet sieht man den Streifen genau, wo das Gefährt lang gefahren ist.

Damen setzen sich nicht mehr auf Bank

Bis an die Bäume oder das Beet in der Mitte heran wird nicht gemäht, da wäre Handarbeit erforderlich. Entsprechend wachsen Gras und Unkraut hoch an den Stellen. Direkt an der Bank rankt sich das Grün in die Höhe. Die alten Damen wollen hier schon gar nicht mehr sitzen, so Haberland. Kein schöner Anblick.

Auch am Bärendenkmal ist das Problem ähnlich gelagert, ebenso am Parkplatz an der Kreuzung Friedensstraße/Kajenbreite und weiteren Stellen in der Stadt.

Beim Ordnungsamt habe er auch schon angerufen. Er verstehe ja, dass der Bauhof viel zu tun hat, aber so gehe das nicht. Von „Schandflecken" spricht Haberland, der eigentlich nur möchte, dass es in seiner Stadt Lindau endlich wieder schön aussieht.