Zerbst l Mit Auszählung der ersten Wahlbezirke zeichnete sich schnell die Wiederwahl von Andreas Dittmann (SPD) ab. Der Amtsinhaber lag bereits bei der Bekanntgabe der ersten Zahlen klar in Führung, obwohl es durchaus einige Ortsteile gab, in denen ihm sein AfD-Herausforderer dicht auf den Fersen war. Kurz vor Auszählungsschluss konnte Steffen Dammann 21,2 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen, während Dittmann mit einer Mehrheit von 78,8 Prozent den Sieg holte. Das endgültige Ergebnis wird für heute erwartet.

Dittmann zeigte sich in einem ersten Statement zufrieden mit dem Wahlausgang, wobei er durchaus einräumte, dass in Anbetracht der Ergebnisse in einigen Ortschaften, das Zusammenwachsen der Einheitsgemeinde die wichtigste Aufgabe von Stadtrat und Bürgermeister in der kommenden Legislatur sein müsse. Man wolle niemanden zurücklassen, „das war immer mein Ziel und das wird es auch bleiben“, betonte Dittmann am Sonntagabend.

AfD im Stadtrat vertreten

Spannender ging es bei der Wahl des Stadtrates zu. In diesem werden künftig wohl neun Fraktionen vertreten sein und damit eine mehr als bislang. Grund ist der Einzug der erstmals angetretenen AfD und das vielleicht sogar als drittstärkste Kraft. Das zumindest ließ das vorläufige Zwischenergebnis nach Auszählung von 26 der 36 Wahlbezirke vermuten. Aus diesem ging ebenfalls hervor, dass Steffen Dammann künftig zumindest als Mitglied des Stadtrates die Kommunalpolitik mitbestimmen könnte.

Die stetig aktualisierte Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen für den neuen Stadtrat spiegelte zudem ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen wider: War bis jetzt die CDU stärkste Kraft im obersten Gremium der Einheitsgemeinde, scheint ihr die Freie Fraktion Zerbst (FFZ) diesen Rang abzulaufen. Unterdessen lag die SPD der AfD dicht auf den Fersen.

Bei der Kreistagswahl hingegen setzten sich die Sozialdemokraten mit ihrem Spitzenkandidaten Andreas Dittmann bis Redaktionsschluss deutlich ab. Im Wahlbereich 1, der die Einheitsgemeinde Zerbst umfasste, holten sie nach Auszählung von knapp der Hälfte der Wahlbezirke fast 27 Prozent der Stimmen. Ihnen folgte die CDU vor der AfD, die drittstärkste Kraft werden könnte.

Das endgültige Wahlergebnis der Kreistagswahl wird allerdings wegen der Nachwahl in Aken, der Stadt Südliches Anhalt und dem Osternienburger Land erst im September feststehen. Seite 7