Zerbst l In der Nacht zum Freitag haben Unbekannte vermutlich mittels Gas den Geldautomaten im Vorraum der Zerbster Postbank Filiale gesprengt. „Die Tat hat sich am frühen Freitagmorgen (17. Januar) zwischen 2.15 und 2.20 Uhr ereignet“, sagte Ralf Moritz, Sprecher der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau am Freitagvormittag.

Doch die Unbekannten seien leer ausgegangen. „Die Geldkassette konnten die Täter nicht erbeuten“, so Moritz. Nichtsdestotrotz habe die Explosion natürlich erhebliche Schäden nicht nur am Automaten selbst, sondern im gesamten Vorraum der Postbank verursacht. So seien beispielsweise etliche Scheiben zu Bruch gegangen. „Zur Schadenshöhe kann ich allerdings noch keine Angaben machen“, so der Polizeisprecher.

Was für ein Gas die Täter benutzen, um den Automaten zu sprengen, untersuchten am Vormittag Polizei Spezialkräfte aus Magdeburg, die die Zerbster und Dessauer Beamten hinzugezogen haben. „So können unter Umständen auch Verbindungen zu anderen, ähnlichen Taten hergestellt werden“, erklärte Ralf Moritz.

Gegen 6 Uhr wird auch die Zerbster Feuerwehr alarmiert. Sie soll mit Messungen sicherstellen, dass sich kein gefährliches Gasgemisch mehr am Tatort befindet und somit keine Explosionsgefahr mehr besteht. „Hier konnten wir relativ schnell Entwarnung geben“, sagte Ortswehrleiter Steffen Schneider.

„Entdeckt und gemeldet wurde der gesprengte Geldautomat in der Zerbster Postbank gegen 5.35 Uhr von einem Zeugen, der auch die Polizei informierte“, sagte Ralf Moritz. Moritz: Die Spuren vom Tatort werden jetzt ausgewertet und die entsprechenden Ermittlungen eingeleitet.“