Zerbst l Intern gibt es in der Ciervistischule jährlich eine Mathe-Olympiade und damit eine Herausforderung für die Schüler der Klassen fünf bis zehn, sagt Andrea Schulze. Zusammen mit ihren Kollegen erarbeitet sie die Aufgaben für die verschiedenen Klassenstufen.

Das Problem erkennen

Die Klassenstufen fünf bis sieben erhalten dabei wie die Klassenstufen acht bis zehn die gleichen Aufgaben. Ziel ist es dabei, den Stoff entsprechend anzuwenden und umzusetzen, schildert Andrea Schulze. Die Schüler haben dabei vor allem Textaufgaben zu lösen. Wichtig ist es hierbei, das Problem der Aufgabe zu erkennen. Das falle vielen Schülern heute bereits schwer. Anschließend müssen sich die Mädchen und Jungen einen Lösungsweg einfallen lassen.

Mathematik kann dabei auch wunderbar einfach sein, weiß sie aus der Praxis. Mitunter falle es den Schüler hier schwer, einfache Lösungswege zu finden. Mitunter gebe es für eine Aufgabe sehr viele Lösungsmöglichkeiten, schildert sie aus dem Unterricht. Ziel sei es, den Schüler beizubringen, logisch zu denken. Denn kaum ein anderes Fach wendet die Logik so strikt an, wie die Mathematik. Die Ergebnisse der Mathe-Olympiade zeigen, dass die Schüler mit ihren Ergebnissen sehr dicht beieinander lagen. Mitunter trennen nur wenige Punkte den ersten vom zweiten Platz.

Zwei Stunden Zeit

Für die zehn bis zwölf Aufgaben hatten die Schüler zwei Unterrichtsstunden Zeit. Aus allen Klassenstufen haben rund 90 Schüler an der schulinternen Veranstaltung teilgenommen, freut sie sich. Im Zeitalter der Digitalisierung bleibe Mathematik weiterhin eines der wichtigsten Fächer. Die Mengenlehre begegnet den heutigen Schülern auch in ihrer beruflichen Zukunft später immer wieder. Deshalb lege sie großen Wert darauf, dass die Schüler bis zur zehnten Klasse sehr viele Fertigkeiten auf dem Gebiet der Mathematik erlangen. Für die besten Rechner in der Schule gibt es sogar ein T-Shirt. Auf dem Rücken sind die besten Leistungen in dem Fach aufgeschrieben. Die Schüler freuen sich bei der Auswertung auf die kleinen Sachpreise, die Urkunden und die Shirts. Doch in der Schule wolle er das nicht anziehen, sagt einer der Schüler. Aber zuhause habe er das Shirt schon getragen, grinst er.

Die nächste Mathe-Olympiade kommt bestimmt. Dabei kann es auch um Geometrie gehen. Das räumliche Sehen, hat Andrea Schulze beobachtet, verlieren die Kinder der aktuellen Generation. Sie macht dafür die Digitalisierung verantwortlich. Wenn die Schüler mehr draußen unterwegs wären, würde es ihnen vermutlich nicht so schwer fallen, einen Körper räumlich auf einem Blatt darzustellen, hat sie ihre Theorie.