Zerbst l Genähte, gestrickte, gehäkelte und geknüpfte Schülerarbeiten können noch für drei Wochen im Kunstfenster in Zerbst bestaunt werden. Die kreativen Stoffprodukte wurden von etwa 20 Schüler des Zerbster Gymnasiums Francisceum hergestellt. In den Arbeitsgemeinschaften „Nähwerkstatt“ und „Wollmäuse“ haben Schüler der fünften und sechsten Klassen tolle kreative Werke aus Stoff, Filz und Wolle genäht.

Schwerer als Nähen

Angeleitet und unterstützt wurden die Schüler von der freien Mitarbeiterin und Gestalterin Sabine Brauns. Zu den Arbeitsgemeinschaften sagt sie: „Ich finde toll, dass die Schule diese AGs anbietet und unterstützt. Auch ein großes Lob an die Kinder, die sich hier so fleißig mit einbringen und so tolle Sachen erarbeitet haben.“

Manchmal hätten die Schüler sogar schon Vorkenntnisse, doch in den meisten Fällen müssen die Handarbeiten erst noch erlernt werden, wie Sabine Brauns weiß.

„Das Nähen geht vielen noch relativ leicht von der Hand. Stricken und Häkeln sind für die meisten Schüler dann schon etwas schwieriger“, erklärt Brauns.

In der „Nähwerkstatt“ wird den Kindern nicht nur das Arbeiten mit der Nähmaschine beigebracht, sondern auch der klassische Umgang mit Nadel und Faden.

Kreative Ergebnisse

Maryam Al Laban ist zwölf Jahre alt, in der fünften Klasse und von den Arbeitsgemeinschaften begeistert. Es habe ihr sehr viel Spaß gemacht die Handarbeiten zu erlernen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen zu können. „Besonders das Häkeln fand ich toll. Das hat echt sehr viel Spaß gemacht. Der Umgang mit der Strickliesel war zum Anfang aber noch ganz schön schwierig“, resümiert das Mädchen.

Auf ihre Ergebnisse kann sie jedoch mit recht Stolz sein. Neben einem gestrickten Einhorn und einem geknüpften Schlüsselband hat sie auch eine kleine und praktische Tasche gehäkelt.

Kleine Kunstwerke

Im nächsten Jahr, wenn sie in der sechsten Klasse ist, will Maryam unbedingt weiter machen und sich in der „Nähwerkstatt“ ausprobieren.

Weitere Kunstwerke aus Stoff, wie geschneiderte Emojis oder verschiedene Plüsch-Gestalten, können im Kunstfenster auf der Zerbster Breite mit der Nummer 12 in Augenschein genommen werden.

Zu sehen sind die kleinen Kunstwerke der Arbeitsgemeinschaft Gymnasiums Francisceum noch bis etwa Mitte Januar.