Eichholz l Mit „Eichholz Juchhe“ begrüßte Birgit Wesenberg am Sonnabendabend die Gäste im Namen der Eichholzer auf ihrer Koppel. „Rock auf der Koppel“ sollte in diesem Jahr ganz im Zeichen von 50 Jahre Woodstock stehen. Nicht ganz. Von Sex, Drugs, Musik und Flower Power wolle man sich auf die Musik konzentrieren, so Wesenberg. Für die sorgten an dem Abend gleich vier Bands. Simply Rock aus Magdeburg machte den Anfang. Die Oakwood Bluesband aus Zerbst und Marcato aus Dessau-Roßlau waren zu erleben und natürlich die Eichholz Revival Oldieband. Ob Heimvorteil oder nicht, war es letztere, bei der die Masse tanzte. Die Nacht war angenehm, die Stimmung bestens. Mehr als 500 Leute hatten eine gute Zeit.

Genauso viele lockte es aber auch am Sonntagnachmittag nach Eichholz. Da war die Bühne freigegeben für Kleinkunst. Aus dem Kinderheim „Wolkenfrei“ in Dessau gab es talentierte Künstler. Es folgten die Line Dancer, die in Eichholz ihr Domizil haben. Deren Reihen wurden bei einigen Tänzen verstärkt von der Line Dance Gruppe der Zerbster Schule am Heidetor.

Zum Mitsingen anregen

Um die Besucher, die sich zum Kaffeetrinken niedergelassen hatten, zum Mitsingen anzuregen, war der Zerbster Stadtchor da. Die Amboss-Polka mit dem hammerschwingenden Pfarrer Albrecht Lindemann, dem Akkordeon spielenden Schmied Thomas Kuhrt und dem Kantor Steffen Klimmt mit der Trompete, wurde zum Höhepunkt des Nachmittags.

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Derweil hatten Kinder Spaß beim Basteln und Spielen. Sie konnten mit dem alten Lanz Bulldog mitfahren oder auf einem Pferd oder Esel der Familie Gabriel reiten. Mit einem Stand war auch die Kindertafel vertreten. Lose wurden für einen guten Zweck verkauft. „Wir wollen mit den Kindern nächstes Wochenende nach Ronney fahren“, erzählte die Leiterin der Kindertafel, Birgit Brandscheidt. Das geschieht im Rahmen eines Projektes, um Leute zusammen zu bringen und Flüchtlinge einzubinden.

Fanartikel von Eichholz

Eichholz-Stifte waren in diesem Jahr durch Eichholz-Shirts ergänzt worden, und auch Sie-grid Wiegelmann aus Jütrichau war mit ihren Töpferwaren auf dem Platz. Fast zu heiß war es an dem Nachmittag, aber die gesamte Koppel war überdacht.

Rundum zufrieden zeigte sich Birgit Wesenberg mit dem Wochenende. „Noch nie haben so viele Menschen bei der Eichholzer Revivalband getanzt“, schwärmte sie. Auch das Kuchenbüffet sei das längste bisher gewesen. Mit vereinten Kräften haben die Eichholzer das Wochenende gestemmt – vom Auf- und Abbau, über die Versorgung bis zu den Kuchenbäckern – „Ohne euch geht gar nichts“, dankte Birgit Wesenberg allen Mitstreitern und Helfern.

Kino auf der Koppel

Zwei Zelte sind gleich stehen geblieben für Freitag. Da wird zum „Kino auf der Koppel“ nach Eichholz eingeladen.