Eichholz l Von außen ist das Bild der Eichholzer Kirche bis auf den fehlenden Vorbau am Eingang unverändert. Doch innen hat sich über den Winter einiges getan. Die neue Apsis, die halbrunde Altarnische, wurde von den Männern des Walternienburger Baubetriebes André Weferling hoch gemauert. Diese Mauer soll den neuen Abschluss des Kirchenschiffes bilden.

Altarraum freigelegt

Mit diesem Mauerwerk, das da zur Zeit quasi mitten im Raum steht, ist der erste Bauabschnitt der Sanierung der Eichholzer Kirche nun erst einmal abgeschlossen. Im Zuge der Maßnahme, die Ende November vergangenen Jahres begonnen wurde, erfolgten auch archäologische Grabungen. Da wurden zum einen die Fundamente des mittelalterlichen Altarraums freigelegt und zum anderen zwei Grabgewölbe entdeckt. Alles wurde vom Landesamt für Archäologie und Denkmalpflege dokumentiert, bevor die Arbeiten fortgesetzt werden konnten.

„Mit der neuen Apsis wurden die Voraussetzungen für den zweiten Bauabschnitt geschaffen“, erklärte Pfarrer Albrecht Lindemann, wie es nun unter der bewährten Regie des Planungsbüros Götz aus Zerbst weiter gehen soll. Der Dachstuhl muss abgerissen werden. Damit einher geht dann das Gießen des Ringankers, der dann auf dem Mauerwerk ringsum einen festen Rahmen bildet.

Mit dem Dach wird dann auch der alte Anbau des Altarraumes – hinter der neuen Apsis – abgerissen. Der Dachstuhl und das Dach werden komplett erneuert. Aber auch der Fußboden im Altarraum sowie der Innenputz sind Bestandteil des zweiten Bauabschnittes, ebenso der Einbau der Glaskunstfenster als Lichtsäulen rechts und links der Apsis. Glatte Wände und ein ordentlich nutzbarer Innenraum stehen am Ende dieser Maßnahme.

Bis Ende April hofft der Pfarrer auf die Angebote der Firmen für den zweiten Bauabschnitt. „Baubeginn im Mai wäre ein Traum“, so Albrecht Lindemann. Bis Ende des Jahres muss man schließlich fertig sein, was mit den Fördermitteln, deren Abruf, Übertragbarkeit und Abrechnung zu tun hat.

Erhalt der Kirche

Die Finanzierung des zweiten Baubschnittes steht. Mit im Boot sind das Land Sachsen-Anhalt, der Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Lotto-Toto Sachsen-Anhalt, die Stadt Zerbst mit Ortschaftsmitteln, die Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland (KiBa) sowie die Kirchengemeinde mit Eigenmitteln. Das Volumen umfasst 330.000 Euro. Mehr als 100.000 Euro sind Eigenmittel. „Letzteres hängt mit vielen kleinen und größeren Spenden zusammen“, verweist Albrecht Lindemann auf die hochmotivierten Aktionen der Eichholzer zum Erhalt ihrer Kirche.

Nun, eigentlich sollte es nur zwei Bauabschnitt geben, aber die Aufteilung musste anders erfolgen. Ein dritter Bauabschnitt würde dann die Verkleidung der Apsis von außen mit Bruchsteinen umfassen sowie die Innengestaltung der Kirche. Und vielleicht könnte dann auch die kleine Tür im Süden, durch die früher die Lepser in die Kirche gelangten, als barrierefreier Zugang wieder geöffnet werden, schwebt Albrecht Lindemann vor.