Zerbst l Es ist Halbzeit. Mit dem Ende des zweiten Bauabschnittes produzieren nun immerhin mehr als 4400 Solarmodule auf den Hallendächern der Emag grünen Strom. Und etwa 3000 werden noch dazukommen.

„Die Realisierung des zweiten Bauabschnittes lief relativ problemlos. Hier sind wir ohne Verzögerungen vorangekommen“, machte Marcel Schöbel, einer der Getec-Projektbetreuer, kürzlich bei einem Treffen von Vertretern beider Unternehmen noch einmal deutlich.

Emag Zerbst und Getec arbeiten zusammen

Nachdem im September 2019 der Kooperationsvertrag zwischen der Emag Zerbst Maschinenfabrik GmbH und der Getec green energy zur Errichtung einer Photovoltaik-Dachanlage mit einer installierten Gesamtleistung von 2600 Kilowatt-Peak (kWp, ein Maß für die Leistung einer Photovoltaikanlage) unterschrieben worden war, sind die ersten beiden Bauabschnitte mit je 750 kWp inzwischen fertiggestellt.

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Der erste Bauabschnitt, der Mitte Oktober 2019 in Angriff genommen wurde, versorgt das Zerbster Maschinenbauunternehmen seit Beginn dieses Jahres mit grünem Strom. Mehr als 2300 Solarmodule sind dazu installiert worden. „Das Projekt läuft aus Sicht der Getec und auch der Emag überplanmäßig“, sagt Chris Döhring, Sprecher der Geschäftsführung der Getec green energy. Mit insgesamt 658 800 Kilowattstunden Solarstrom haben die errichteten Dachmodule ihr geplantes Jahres-Soll bereits im September 2020 erreicht. Umgerechnet konnten somit schon etwa 395 Tonnen Kohlendioxyd (CO₂) vermieden werden.

Dritter Bauabschnitt folgt 2021

Nun blicken die Projektpartner auf die Inbetriebnahme des zweiten Bauabschnittes Ende des Jahres 2020 sowie die Errichtung des dritten Bauabschnitts im nächsten Jahr. Etwa 75 Prozent des produzierten Stroms werden nach Abschluss des vierten Bauabschnitts und damit der Beendigung der Baumaßnahmen innerhalb der Produktion von Werkzeugmaschinen verbraucht.

„Der übrige Strom wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Wenn alle vier Abschnitte fertiggestellt sind, haben wir insgesamt 2,6 Megawatt auf den Dächern installiert. Damit können immerhin 25 Prozent des eigentlichen Strombedarfs gedeckt werden“, erläuterte Florian Sens, kaufmännischer Geschäftsführer der Getec.

2,3 Millionen Kilowattstunden pro Jahr

Das seien insgesamt 2,3 Millionen Kilowattstunden pro Jahr, von denen 1,7 Millionen von der Emag selbst verbraucht werden, „eine ordentliche Summe, auch an CO₂, die man hier einsparen kann“, so Sens. Insgesamt laufe das Projekt besser als geplant.

„Der zweite Bauabschnitt, der in Kürze in Betrieb gehen wird, wurde innerhalb nur eines Monats errichtet“, betonte Schöbel. Auch für statische Probleme seien schnelle Lösungen gefunden worden. „Alles in allem lief dieser Bauabschnitt reibungslos wie das sprichwörtliche Brezelbacken“, konstatierte Marcel Schöbel.

Standort Zerbst wird wirtschaftlich gestärkt

„Wir sind auf das Projekt wahnsinnig stolz – und das nicht nur hier am Standort Zerbst“, sagte Keven Sens, der neben René Scheil einer der Geschäftsführer der Emag Zerbst Maschinenfabrik ist. Das habe Prestige-Charakter und habe Kreise gezogen.

„Mit dieser Partnerschaft und dem gemeinsamen Projekt werden der Standort Zerbst und seine nachhaltige Ausrichtung wirtschaftlich gestärkt und die Weichen in Richtung Zukunft gestellt,“ betonte Sens und ergänzt: „Immerhin interessieren sich auch die Kunden für den ökologischen Fußabdruck ihrer Geschäftspartner.“

Künftig weitere Vorhaben

Der Kooperationsvertrag zwischen den beiden Unternehmen beinhaltet, dass die Getec rund drei Millionen Euro in die Photovoltaikanlagen investiert, die der Emag anschließend über einen Pachtvertrag zur Verfügung gestellt werden.

Übrigens: Angedacht ist, dass weitere gemeinsame Vorhaben in Zukunft realisiert werden und dieses Projekt zur nachhaltigen, umweltfreundlichen und zugleich wirtschaftlichen Energieerzeugung erst der Auftakt ist.