Zerbst l Angebote von Unternehmen rechnen ein Vielfaches mehr vor, als die veranschlagten Summen für beispielsweise Straßenbauprojekte durch die Städte und Landkreise. Auch der Landkreis Anhalt-Bitterfeld wollte in diesem Jahr die Zerbster Friedensallee und den letzten Abschnitt der Käsperstraße zwischen Friedensallee und Gartenstraße grundhaft sanieren.

Neu ausgeschrieben

Das Ausschreibungsergebnis von etwa 1.750.350 Euro überstieg den Haushaltsansatz des Landkreises erheblich. Der Landkreis hob unter diesen Umständen die Ausschreibung auf.

Nun wurde die Baumaßnahme geteilt und neu ausgeschrieben. Am vergangenen Donnerstag erfolge diese dann erneut. Hat der Landkreis im zweiten Anlauf Erfolg und die Angebote gehen mit den veranschlagten Kosten konform, soll im Dezember die Auftragsvergabe stattfinden.

Im März könnte dann zumindest mit der grundhaften Sanierung der Käsperstraße begonnen werden. Am Ausbau beteiligt sind neben dem Landkreis Anhalt-Bitterfeld und der Stadt Zerbst auch die Heidewasser GmbH sowie der Abwasserzweckverband.

Bürgerversammlung geplant

„Wenn alles gut läuft und die Leistung vergeben werden kann, wird das Amt für Steuern und Beiträge der Stadt voraussichtlich noch in diesem Jahr zu einer Bürgerversammlung einladen“, sagt Heike Krüger, Bauamtsleiterin im Rathaus.

Dann stünden auch die Kosten fest. „Entsprechend der Ausbaubeitragssatzung müssen die Bürger Anteile für die Fußwege, Parkbuchten, die Beleuchtung und den Regenwasserkanal zahlen“, erklärt Krüger. Wieviel das genau sein wird, stehe aber erst nach Erhalt der Schlussrechnung fest.

„Nahe der Einmündung zur Gartenstraße entstehen sechs Parkbuchten“, erläutert Dietmar Habelmann, Mitarbeiter im Bauamt. Geplant seien auch zwei Fußgängerquerungen im Einmündungsbereich zur Friedensallee, jeweils eine in beiden Straßen.

Der Ausbau in diesem Bereich gehe bis in die Friedensallee hinein, bis zu den Hausnummern 2 beziehungsweise 3. „Die Gehwege auf beiden Straßenseiten werden 1,50 breit und die beiden Fahrradstreifen, die auf der Fahrbahn markiert werden, jeweils 1,25 Meter“, so Habelmann. Die Fahrbahn selbst werde insgesamt 5,50 Meter breit. „Des weiteren bekommt die Käsperstraße eine neue Straßenbeleuchtung.“

Der grundhafte Ausbau der Käsperstraße wird vom Land Sachsen-Anhalt gefördert. „Das entsprechende Gesetz läuft allerdings Ende 2019 aus“, sagt die Bauamtsleiterin.

Gäbe es direkt ein Anschlussgesetz, seien Ende 2019 die Ausschreibungen für die Friedensallee geplant. Baubeginn für die Sanierung der Friedensallee könnte dann Anfang 2020 sein.