Walternienburg l Die Belebung Walternienburgs voranzutreiben, hat sich der Ortschaftsrat auf die Fahne geschrieben. Jüngste Idee war die Schaffung von Wohnmobilstellplätzen. Bei der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates konnte Ortsbürgermeister Jörg Hausmann dazu schon Erfreuliches berichten. Ein Gespräch mit der Bauverwaltung der Stadt Zerbst war positiv verlaufen.

Als Wohnmobilstellplatz hatte Hausmann den Osterfeuer-Parkplatz vor der Burg vorgeschlagen. Das kann auch aus Sicht der Bauverwaltung funktionieren, gab es aus dieser Richtung grünes Licht. Ohne Ausstattung, das heißt hier werden weder Strom noch Wasser vorgehalten und es gibt auch sonst keine weiteren Elemente, könnten hier künftig Wohnmobile Station machen. Ohne irgendwelche Ausstattung werden auch keine Gebühren erhoben. „Ein Schild reicht“, verkündete Jörg Hausmann. Zunächst auf fünf Stellplätze soll sich das Angebot begrenzen. „Wenn wir fünf haben, kämpfen wir um zehn“, so Hausmann, der unlängst schon jemanden zufrieden stellen konnte, der nach einem Stellplatz für sein Wohnmobil suchte. Eine Übernachtung ist ohnehin auf allen Parkplätzen möglich.

Eingefasst von den Elbwiesen und der Burganlage kann sich der Standort zu einem attraktiven Platz für Wohnmobilreisende entwickeln. Nun ist das Ziel allerdings noch, dass die Burg auch für Besucher immer zugänglich ist und auch Führungen möglich sind. In diesem Sinne freut sich der Ortschaftsrat schon, wenn auch die Walternienburger Arche zum Innehalten und Erkunden für Gäste offen steht ist. Sie liegt schließlich ebenfalls unmittelbar beim künftigen Wohnmobilstellplatz. Hier sieht der Ortsbürgermeister auch, dass die Kirchengemeinde motiviert ist, das Projekt voranzutreiben und bald zu beleben. Heinrichs Caféwirtschaft macht das Ensemble dann in Walternienburg komplett.

Am Herzen liegt den Bürgervertretern zudem die Sauberkeit im Dorf. Zunehmend hatte es in der letzten Zeit Hinweise wegen Hundekot gegeben. Ein Hundeklo war auch schon bei der vorvergangenen Ratssitzung angeregt worden. Das Aufstellen von Abfallbehältern für Hundekot sei nicht vorgesehen, informierte Jörg Hausmann über die Antwort aus der Verwaltung. Die Hundebesitzer seien laut Gefahrenabwehrverordnung für die Entsorgung selber verantwortlich. Das Tütchen dürfe auch in jeden Abfallbehälter entsorgt werden. Den Walternienburgern wurde allerdings eingeräumt, einen zusätzlichen Behälter am Weg zur Burg, da es sich um ein besonderes touristisches Ziel handele, anzubringen.

Dafür sprach sich der Ortschaftsrat auf jeden Fall aus. Angebracht werden müssten noch entsprechende Tütchen. Zweifel bestehen jedoch, dass alle Hundebesitzer da mitmachen. Einen Papierkorb gibt es inzwischen an der Heinrichs Bank, die am von den Burgschützen gepflanzten Baum auf dem Damm aufgestellt wurde. Hier haben sich die Burgschützen bereit erklärt, den Papierkorb regelmäßig zu leeren. Nun sind nur noch die Zigarettenkippen ärgerlich, die vor der Bank liegen. Auch da wollte sich Jörg Hausmann noch etwas einfallen lassen.