Letzte Vorbereitungen zum Saisonstart

Zerbster Erlebnisbad lädt ab 12. Juni wieder zum Sprung ins kühle Nass ein

Das Zerbster Erlebnisbad startet am 12. Juni in die diesjährige Sommersaison. Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen für die Öffnung. Für Besucher gilt es wieder, einige Regeln zu beachten.

Von Daniela Apel
Azubi Tobias Schweika kümmerte sich am Mittwoch um die Reinigung des Planschbeckens im Zerbster Freibad, das ab Sonnabend für Besucher öffnet.
Azubi Tobias Schweika kümmerte sich am Mittwoch um die Reinigung des Planschbeckens im Zerbster Freibad, das ab Sonnabend für Besucher öffnet. Foto: Daniela Apel

Zerbst - Die Juni-Sonne ließ die Temperaturen Mittwochvormittag rasch auf über 20 Grad Celsius klettern. Da mag man gern mit Tobias Schweika tauschen. Barfuß steht der junge Mann im flachen Wasser des Planschbeckens. Gut gelaunt säubert der Azubi den bunten Fliesengrund mit dem Besen. Bis zum Wochenende soll alles blitzen. Dann ist endlich Saisonstart im Zerbster Erlebnisbad.

„Es gab bereits einige Anfragen, wann wir öffnen“, erzählt Schwimmmeisterin Sandra Lisso. Normalerweise können Badehungrige stets ab dem 15. Mai ins kühle Nass eintauchen. In diesem Jahr sorgte weniger die Corona-Pandemie als vielmehr ein technischer Defekt für eine Terminverschiebung im Kalender: der Ausfall der zentralen Steuerung.

Zentrale Steuertechnik musste ersetzt werden

Die Anlage regelt einfach alles - angefangen bei den Pumpen über die Filter bis hin zu den einzelnen Attraktionen wie Strömungskanal oder Wellenrutsche. Entsprechend aufwendig und zeitintensiv gestaltete sich die Programmierung der inzwischen neu installierten Steuertechnik, die nun einsatzbereit ist.

Sie befindet sich in einem langgezogenen Flachbau am Rande der Liegewiese, in dem riesige Behälter, Rohre und Schläuche dominieren. Lutz Kummer widmet sich dort gerade der Chloranlage. Gewissenhaft überprüft der Wartungstechniker jedes Bauteil und tauscht poröse Leitungen aus.

Nuthe-Wasser füllt die Becken

„Chlor ist gefährlich“, bemerkt Sandra Lisso. Erst diesen Dienstag kam es im Waldbad Elend im Harz zu einer Chlorgasexplosion, bei der glücklicherweise niemand verletzt wurde. Zumal das Gas hochgiftig ist. Stark verdünnt tötet es allerdings Keime und Krankheitserreger ab, weshalb es zur Desinfektion des Wassers eingesetzt wird.

Das Zerbster Erlebnisbad wird stets mit Wasser aus der Nuthe gespeist, die in unmittelbarer Nähe vorbeifließt. Mehrere Tage dauert das Befüllen. Immerhin 2000 Kubikmeter fasst das große Becken, knapp 1000 kommen nochmal beim Nicht-Schwimmer- und dem Planschbecken zusammen, wie Peter Zschoch weiß.

Türme und Rutschen dürfen genutzt werden

Er gehört ebenfalls zum vierköpfigen Schwimmmeister-Team. Die Anzahl der Servicekräfte ist identisch. Während die Damen sonst die Besucher an der Kasse in Empfang nehmen, sind sie nun mit der Reinigung des Sanitär- und Umkleidebereichs beschäftigt.

Es sind die letzten Vorbereitungen für den Start in die diesjährige Sommersaison, die pandemiebedingt wieder mit einigen Einschränkungen und Regeln verbunden ist. „Die Sprungtürme und Wasserrutschen dürfen wir öffnen“, erzählt Sandra Lisso. Sie hofft, dass sich hier jeder an die Mindestabstände hält. Die übrigen Attraktionen hingegen können nicht genutzt werden.

Besuchszeit ist auf drei Stunden begrenzt

Begrenzt ist erneut die Zahl der Besucher. „Maximal 300 Personen dürfen sich gleichzeitig im Freibad aufhalten“, informiert Jürgen Konratt. Um dennoch möglichst vielen das Abtauchen ins kühle Nass zu ermöglichen, wird die Aufenthaltszeit auf drei Stunden begrenzt.

„Eine Testpflicht besteht nicht, aber jeder muss sich in eine Anwesenheitsliste eintragen“, erklärt der Geschäftsführer der Zerbster Stadtwerke. Zudem ist in geschlossenen Räumen ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Bleibt anzumerken, dass mit Öffnung des Erlebnisbades die Schwimmhalle schließt. Einzig das Schulschwimmen findet dort weiterhin statt.

Lutz Kummer, Mitarbeiter der Firma Peter Nitschke Service und 
Dosieranlagentechnik aus Markranstädt, wartete die Chloranlage.
Lutz Kummer, Mitarbeiter der Firma Peter Nitschke Service und Dosieranlagentechnik aus Markranstädt, wartete die Chloranlage.
Foto: Daniela Apel