Tennis

Saisonstart wird erneut verschoben

Der Tennisverband Sachsen-Anhalt verlegt den Punktspielauftakt ein weiteres Mal nach hinten.

Die Aktiven wie Jonas Hesse vom Biederitzer sind weiterhin in der Warteschleife gefangen. Der Start der Sommersaison 2021 wurde vom Landesverband aufgrund der Corona-Krise ein weiteres Mal nach hinten verlegt.
Die Aktiven wie Jonas Hesse vom Biederitzer sind weiterhin in der Warteschleife gefangen. Der Start der Sommersaison 2021 wurde vom Landesverband aufgrund der Corona-Krise ein weiteres Mal nach hinten verlegt. Archivfoto: Oliver Brandt

Burg - Eigentlich hatte der Tennisverband Sachsen-Anhalt gehofft, nach den Pfingstferien in den Spielbetrieb der Sommersaison starten zu können. In der Vorwoche zeichnete sich jedoch ab, dass dieser Termin nicht gehalten werden kann. Die Spielzeit 2021 soll nunmehr Mitte Juni starten.

Aufgrund der weiterhin hohen Corona-Infektionszahlen in Sachsen-Anhalt, den daraus resultierenden Folgen des neuen Infektionsschutzgesetzes und der fehlenden Planungssicherheit für den Wettkampfbetrieb hat der Tennisverband Sachsen-Anhalt (TSA) eine weitere Entscheidung zum Mannschaftswettspielbetrieb getroffen. Nach Empfehlung der Sportkommission hat das Präsidium um Verbandschef Axel Schmidt beschlossen, den Spielbetrieb erst ab Mitte Juni aufzunehmen.

Fehlende Planungssicherheit

„Ein regulärer Mannschaftsspielbetrieb mit Austragung von Einzeln und Doppeln ist durch die beschlossene Corona-Notbremse sowie durch die aktuelle Landesverordnung nicht gegeben. Derzeit liegt eine nicht unerhebliche Zahl von Landkreisen in Sachsen-Anhalt über der Sieben-Tage-Inzidenz von 100. Damit fehlt die Planungssicherheit nach den Pfingstferien“, geht Maximilian Pefestorff, Vizepräsident Sport im TSA, auf die Parameter der Entscheidung ein.

Einig ist man sich im Landesverband jedoch, dass der Spielbetrieb nicht gänzlich abgesagt werden soll. „Wir waren in den Gremien übereinstimmend der Meinung, dass wir am regulären Spielbetrieb festhalten. Dazu zählen der Auf- und Abstieg sowie die Austragung von Doppeln. Wir haben im vergangenen Frühjahr gesehen, dass auch die Perspektive von eingeschränkten sanitären Nutzungsmöglichkeiten und ein Nichtspielen von Doppeln noch zu erheblichen Mannschaftsmeldungen von über 50 Prozent geführt haben“, betont Pefestorff. In der Tennisgemeinde des Landes ist der Wunsch, zu spielen, also ungebrochen. Einschränkungen hin oder her.

Aufgrund der unsicheren Planungsperspektive im Mai hat sich der Landesverband nun allerdings dazu entschlossen, den Saisonstart ein weiteres Mal nach hinten zu legen. Voraussetzung dafür, dass die Spiele zum anvisierten Termin Mitte Juni starten können, ist jedoch ein weiterer Rückgang der Inzidenzahlen.

Fallzahlen müssen weiter sinken

„Das unterschiedliche Infektionsgeschehen in den Landkreisen ist eine große Herausforderung für einen einheitlichen Spielbetrieb in Sachsen-Anhalt. Wir hoffen, dass mit weiter sinkenden Infektionszahlen zeitnah mehr Gestaltungsmöglichkeiten durch die Landesverordnung in Aussicht gestellt werden. Wir möchten gemeinsam mit den politischen Entscheidungsträgern daran arbeiten, dass Tennis schnellstmöglich im vollen Umfang wieder möglich ist. Neben dem Einzel zählt dazu die Austragung von Doppeln und eine nachhaltige Perspektive für das Nachwuchstraining. Wir werden uns dabei an den Vorgaben der Landesregierung orientieren“, erklärt TSA-Präsident Axel Schmidt.

Der Verband steht dazu im Austausch mit dem Landessportbund Sachsen-Anhalt und wird auch den Kontakt zum Innenministerium Sachsen-Anhalts weiter intensivieren, um die reguläre Durchführung der Punktspiele unter Berücksichtigung der pandemischen Lage zu gewährleisten.

Die Lust ist ungebrochen

„Ich denke, dass nach der Übergangssaison im vergangenen Jahr und der Absage der jüngsten Winterrunde eine große Lust auf Wettkämpfe besteht“, weiß Schmidt um die Bedeutung des Spielbetriebs für seine Vereine und Mitglieder. Am 26. Mai werden die TSA-Gremien erneut digital tagen, um weitere Planungen für den Wettspielbetrieb zu diskutieren und zu bewerten. Bis dahin dürften die Spieler in Sachsen-Anhalt noch genügend Zeit haben, um sich ausreichend vorzubereiten.