Tennis

Großes Tennis-Engagement von Bittersmann wird belohnt

Anfang des Jahres hat sich der Tennisverband Sachsen-Anhalt auf die Suche nach dem Corona-Helden des Jahres 2020 begeben.

Von Kevin Sager
Marko Bittersmann (Nachwuchskoordinator des TC Blau-Weiß Schönebeck, M.) wurde durch Bettina Krause (TSA-Geschäftsführerin, r.) und Maximilian Pefestorff, TSA-Vizepräsident sowie Ressortleiter Sport und Vorsitzender Sportkommission, als „Corona-Held 2020“ ausgezeichnet.
Marko Bittersmann (Nachwuchskoordinator des TC Blau-Weiß Schönebeck, M.) wurde durch Bettina Krause (TSA-Geschäftsführerin, r.) und Maximilian Pefestorff, TSA-Vizepräsident sowie Ressortleiter Sport und Vorsitzender Sportkommission, als „Corona-Held 2020“ ausgezeichnet. Foto: Kevin Sager

Schönebeck - Eigentlich hatte sich Marko Bittersmann vom TC Blau-Weiß Schönebeck darauf eingestellt, Maximilian Pefestorff (Projektverantwortlicher Vereinsbenchmarking sowie Vizepräsident und Ressortleiter Sport und Vorsitzender Sportkommission) und die Geschäftsführerin des Tennisverbandes Sachsen-Anhalt (TSA), Bettina Krause, die neue Ballwand vorzuführen. Doch die Verantwortlichen des TSA hatten eine ganz besondere Auszeichnung für das engagierte Mitglied des TC Blau-Weiß in der Tasche. Denn Bittersmann wurde als „Corona-Held 2020“ ausgezeichnet. Eine neue Sporttasche sowie die Urkunde wurden ihm zu diesem Anlass übergeben.

Corona hatte nämliche nicht nur den Tennis vor große Herausforderungen gestellt. Der Verband suchte daher den „Helden“. Mit dem Preis wollte der TSA das herausragende Engagement von Vereinsfunktionären und Vereinsmitgliedern anerkennen. Ein Kriterium besagte, dass der Bewerber „im zurückliegenden Jahr ein herausragendes und überdurchschnittliches Engagement zur Bewältigung der Corona-Auswirkungen“ gezeigt haben muss.

Und das hat Bittersmann. Mit zahlreichen Trainingsvideos hat der Nachwuchsleiter Jung und Alt in Bewegung gehalten. Zudem bewegte er auf dem Vereinsgelände vieles. Dabei bekam er stets Unterstützung. „Mein Name steht zwar jetzt auf der Urkunde, doch ich nehme diese im Namen des gesamten Vereines an. Die Arbeit macht sich schließlich nicht von alleine“, zeigt sich Bittersmann bescheiden. Zwar ist er der Ideengeber für neue Dinge, doch alle Vereinsmitglieder packen tüchtig mit an. „Ich möchte den Dank und die Würdigung daher an den gesamten Verein weitergeben.“

Mächtig stolz ist Bittersmann auf die Auszeichnung: „Jede Auszeichnung ist etwas Besonderes, wenn man mit verschiedenen Projekten allerdings den Nachwuchs und auch die Gesundheit der Menschen fördert, hat das einen noch größeren Stellenwert.“ Aber auch die Verantwortlichen des TSA zeigten sich vom Engagement des Schönebeckers begeistert. „Ein paar Menschen mehr vom Kaliber Marko Bittersmann wären nicht verkehrt“, sagte Pefestorff. Denn nicht nur die Ballwand hatte der Nachwuchskoordinator ins Leben gerufen.

Auch bei der Errichtung der Ganzjahresplätze hatte der Schönebecker seine Finger im Spiel. Tennis immer und überall, egal zu welcher Uhrzeit. Es soll laut Bittersmann Tage gegeben haben, als das Flutlicht erst spät abends wieder ausging. „Alle im Verein sind davon begeistert“, so Bittersmann.

Auch von „seinem neuen Schätzchen“ zeigen sich im Verein alle begeistert. Die Ballwand wurde in den Wintermonaten von allen Mitgliedern auf Herz und Niere geprüft und hat den Test auch mit Bravur bestanden. „Die Aktiven und vor allem der Nachwuchs sind nur schwer von der Wand wieder wegzubekommen. Sie läuft immer noch ohne Probleme“, verdeutlicht Bittersmann die „Strahlkraft“ der Ballwand.

Doch nicht nur der eigene Verein erfreut sich an der Errungenschaft. Befreundete Mannschaften nutzten bereits das Angebot des TC Blau-Weiß, auf dem Vereinsgelände zu trainieren. Weitere Mannschaften aus dem Bereich Handball haben bereits Interesse gezeigt, eine Trainingseinheit an der Ballwand auszuüben.

Von dieser Multifunktionalität wollten sich natürlich auch Krause und Pefestorff ein Bild machen. Da der eigentliche Termin dazu gedacht war, die Ballwand zu begutachten, hatten beide TSA-Verantwortlichen die Tennissachen in der Tasche dabei. Kurzerhand wurde der Schläger gezückt und nach einer kleinen Einspielrunde war der Moment gekommen.

Bittersmann erklärte die Funktionsweise der Wand und beschrieb die einzelnen Modi bis ins Detail. Und dann juckte es Pefestorff und Krause in den Fingern. Einige Bälle wurden auf die Druckfelder geschlagen und die LED-Lampen leuchteten des Öfteren auf. Nicht nur aus diesem Grund fiel das Fazit der TSA-Verantwortlichen positiv aus. Denn auch dem Tennisverband eröffnen sich neue Möglichkeiten, Turniere durchzuführen.

Doch bis es soweit ist, können sich die Tennisspieler des TC Blau-Weiß und alle anderen an der Wand erfreuen, die nur möglich wurde, weil Bittersmann mit viel Engagement dabei ist.

Marko Bittersmann (v.) zeigte Maximilian Pefestorff (h.), was an der Ballwand alles möglich ist.
Marko Bittersmann (v.) zeigte Maximilian Pefestorff (h.), was an der Ballwand alles möglich ist.
Foto: Sager
Griff selbst zum Schläger: TSA-Vizepräsident Maximilian Pefestorff (v.). TSA-Geschäftsführerin Bettina Krause beobachtet ihn dabei.
Griff selbst zum Schläger: TSA-Vizepräsident Maximilian Pefestorff (v.). TSA-Geschäftsführerin Bettina Krause beobachtet ihn dabei.
Foto: Sager