Pferdesport

Fahrturnier des RFV Westeregeln eröffnet „grüne Saison“

Nachdem das Pfingstturnier noch abgesagt werden musste, war es nun soweit: Der Reit- und Fahrverein Westeregeln konnte sein erstes Turnier 2021 veranstalten.

Von Tobias Zschäpe
Uwe Engel (RFV Badeborn) sicherte sich bei der Dressur-Fahrprüfung Klasse A* die silberne Schleife.
Uwe Engel (RFV Badeborn) sicherte sich bei der Dressur-Fahrprüfung Klasse A* die silberne Schleife. Foto: RFV Westeregeln

Westeregeln - Im Mittelpunkt standen dabei die Fahrer und Fahrerinnen der ein-, zwei und vierspännigen Kutschen, welche das Angebot des RFV Westeregeln dankbar angenommen hatten. „Wir hatten etwa 250 Nennungen, darunter auch einige aus Sachsen und Thüringen“, blickt Andrea Ackermann, die Vorsitzende des Westeregelner Reitvereines, zurück. Etwa 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer starteten beim Fahrturnier des RFV, was dafür sorgte, dass es auf dem Westeregelner Reitplatz deutlich ruhiger und entspannter zuging, als in den vergangenen Jahren. „Zuletzt waren die Fahrer ebenfalls zu Pfingsten aktiv. Da macht es dann schon einen Unterschied, ob 1600 Nennungen zu verzeichnen sind, oder 250“, erklärt Ackermann.

Doch der kleinere Rahmen stellte sich schnell als ein Vorteil heraus. Das Turnier ist bei den Starterinnen und Startern sehr gut angekommen. „Es war alles ein wenig entzerrter. Die Sportler hatten mit ihren Kutschen deutlich mehr Platz, um sich zu bewegen“, so die Vereinschefin. Und auch bei ihr und den weiteren Mitgliedern des Organisationsteams kam die Veranstaltung sehr gut an. „Wir hätten sogar noch etwas Luft, für mehr Teilnehmer gehabt, aber alles in allem waren wir sehr zufrieden. Einige, die teilweise zum ersten Mal in Westeregeln waren, haben uns mitgeteilt, dass sie gerne wiederkommen.“

Anspruchsvolle Parcours finden schnell Gefallen

Das lag nicht zuletzt auch an den anspruchsvollen Parcours, welche Winfried Hätsch aus Förderstedt aufgebaut hatte. „Anspruchsvoll aber gut“ lautete das einhellige Fazit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits im Anschluss an den ersten Veranstaltungstag.

Den Auftakt am Sonnabend machten auf Platz eins drei Fahrprüfungen der Klassen A* und A**. Dabei konnten sich bereits die ersten „Lokalmatadoren“ auszeichnen. Steffen Schubert vom RFV Förderstedt sicherte sich die weiße Schleife im Einspänner mit seinem Wallach Darius. Während sich Antje Bohndorf in diesem Wettkampf noch nicht platzieren konnte, machte sie es in der anschließenden Dressur-Fahrprüfung für Vierspänner deutlich besser.

Mit Hanka, Basco, Orkan und Sunny erreichte sie 7.0 Punkte und sicherte sich damit ihre erste goldene Schleife des Wochenendes. Diesen Erfolg konnte sie nur kurze Zeit später auf dem zweiten Fahrplatz wiederholen. Beim Hindernisfahren setzte sie sich deutlich gegen ihren ärgsten Verfolger Uwe Engel (RFV Badeborn) durch und absolvierte den Parcours fast elf Sekunden schneller. Zwei silberne Schleifen beim Zwei-Phasen-Hindernisfahren im Einspänner sowie bei der abschließenden Kombination, Hindernisfahren mit Geländehindernissen, im Zweispänner rundeten das gute Ergebnis der Westeregelner Amazone ab.

Ergebnisse sind letztlich zweitrangig

Ebenfalls doppelt erfolgreich war Gabriele Beier vom RFV Förderstedt, welche sich zweimal in den Wettbewerben durchsetzen konnte. Beim Dressurfahren für Zweispänner lag sie mit 7.8 Punkten deutlich vor ihrer ersten Verfolgerin Jennifer Leipert (6.6) vom RFV Stecklenberg. Ähnlich klar fiel ihr Sieg im Hindernis-Fahr-Wettbewerb aus.

Doch letztlich waren die Ergebnisse ohnehin zweitrangig. Im Vordergrund stand, nach der langen Pause wieder sportlich aktiv zu werden. Deshalb bedankte sich Vereinschefin Ackermann auch bei allen Helferinnen und Helfern sowie den Teilnehmern für die Unterstützung. „Alles lief reibungslos und am Sonntagabend war ganz schnell alles wieder aufgeräumt, als wäre nichts gewesen“, blickt sie augenzwinkernd zurück.