Fußball

Nedlitz glückt die Generalprobe

Im letzten Testspiel erreichten die Nedlitzer Landesklasse-Fußballer gegen den Landesligisten Rot-Weiß Alsleben ein achtbares 3:3 (1:1)-Remis.

Von Simone Zander
Der Nedlitzer Stürmer Maximilian Müller (rechts) konnte seine gute Torchance dieses Mal nicht nutzen. Er zeigte dennoch, wie alle Nedlitzer, ein sehr gutes Spiel.
Der Nedlitzer Stürmer Maximilian Müller (rechts) konnte seine gute Torchance dieses Mal nicht nutzen. Er zeigte dennoch, wie alle Nedlitzer, ein sehr gutes Spiel. Foto: Sport Print Zander

Nedlitz - Die Nedlitzer starteten gut gegen tief stehende Gäste, die den großen Platz am Eckernkamp nicht kannten und mit einem 4-1-3-2-System spielten.

SC-Trainer Dirk Bizuga ließ dieses Mal den jüngeren Spielern den Vortritt. Diese machten ihre Sache sehr gut und kamen in der ersten Viertelstunde gleich dreimal zu verheißungsvollen Abschlüssen. Nach guter Balleroberung von Lucas Seyfferth schoss Daniel Trinh das Leder aus zirka 17 m über das Tor. Ein Freistoß von Florian Böning in Höhe der Mittellinie wurde abgewehrt. Der Ball kam zu Trinh, der direkt abzog, doch auch da fand der Ball nicht sein Ziel. Der dritte Nachschuss von Seyfferth ging nur sehr knapp vorbei.

Nach erneutem Freistoß von David Ritze verlängerte Trinh per Hacke auf Maximilian Müller, der ihn am langen Pfosten knapp vorbei setzte.

Die Gäste fanden im Spielaufbau kaum Lücken im engmaschigen Mittelfeld und der gut stehenden Defensive der Nedlitzer. In der 31.Minute zog sich Ritze eine Zerrung zu. Er musste vom Feld und SC-Trainer Dirk Bizuga wechselte Nikolai Kuklin ein und musste etwas umstellen. „Es gab trotzdem keinen Abbruch“, lobte der Coach.

Die Gäste gaben bis dato nur einen Schuss in Richtung Tor ab. Doch dann plötzlich das 1:0 für Alsleben, wie aus dem Nichts. SC-Keeper Manuel Gitschat hatte den Ball von Gauk schon sicher, aber er rutschte ihm dann doch ins Tor (38.).

Die Antwort der Nedlitzer folgte in der Nachspielzeit. Nach Zuspiel von Trinh auf Paul Gehrmann versenkte Max Hamann die scharfe Hereingabe mit einem satten Schuss ins obere Eck – 1:1.

In Halbzeit zwei stellt Bizuga Marcel Kilz ins Zentrum neben Trinh. Die Gäste standen nun höher, wurden stärker und gingen durch Bertling erneut in Front – 2:1 (55.). Einen Freistoß von Bertling hatte Marcus Hoffmann, der nun das Tor hütete, sicher.

Der SC fand sich wieder und wurde besser. Nach guter Kombination zwischen Kilz und Eduard Hahn legte Hahn quer auf Seyfferth, der zum 2:2 ausgleichen konnte (65.).

Das Spiel wurde flüssiger und beide Teams spielten auf Augenhöhe. Per Distanzschuss aus zirka 19 m gingen die Gäste erneut in Führung (73.). Hoffmann war die Sicht dabei etwas versperrt und es stand 2:3.

Der SC erarbeitete sich weitere gute Möglichkeiten, die zu unkonzentriert ausgespielt wurden. Trinh war es dann, der nach Zuspiel von Kilz auf 3:3 stellen konnte (80.). Der SC hatte sogar die Möglichkeit zum Siegtreffer, doch er spielte das Überzahl-Spiel in der 88. Minute nicht sauber genug aus. Somit blieb es beim 3:3-Unentschieden.

„Wir sind dreimal zurück gekommen und hatten noch die Chance zum Sieg. Wir haben ein sehr gutes Spiel gezeigt und waren dem höherklassigen Gegner gleichwertig“, war Trainer Dirk Bizuga zufrieden. Besonders freute ihn, dass er „die jüngeren Spieler jederzeit bringen kann“. „Wir haben mehr Potenzial ohne Qualitätsverlust. Es freut mich, dass sich die Jungs so reinhauen. Es läuft nicht nur mannschaftlich, sondern auch spielerisch und ich bin zuversichtlich für die neue Saison.“

SC Nedlitz: Gitschat (46. Hoffmann), Juskowiak (63. Hahn) – Ritze (33. Kuklin), Tinaglia, Böning, Gehrmann, Genth (46. Kilz), Seyfferth, Trinh, Hamann, Müller (63. Milushev); SR: Zepter (Gommern); ZS: 11.