Berlin (dpa) - Seine Welterfolge liegen schon ein Weilchen zurück: Top-Ten-Platzierungen und Auszeichnungen für die Balladen "I Wonder Why" und "You’re All That Matters To Me" sowie das eineinhalb Millionen Mal verkaufte selbstbetitelte Debüt - vor knapp 30 Jahren war Curtis Stigers der Popsänger der Stunde.

Mit einer Songsammlung aus eigenen Kompositionen und Fremdmaterial will der inzwischen 54 Jahre alte Beau aus Boise/Idaho nun neu durchstarten.

"Ich habe mich während meines ganzen Lebens entschieden, musikalisch nicht eingesperrt zu werden", betont der US-Amerikaner auf seiner Webseite. "Mir geht es immer um den Song, um die Story." Was ihn reizt, kann auf dem neuen Album "Gentleman" ein Lied von großen Songwritern wie Nick Lowe, Tom T. Hall oder John Fulbright sein. Oder aber ein mit dem geschätzten Kollegen David Poe geschriebener Titeltrack im Bigband-Stil, oder eine edle Ballade seines Pianisten Larry Goldings ("As Usual").

Die elf nicht immer sehr aufregenden, aber makellos eleganten Pop-, Blues- und Jazz-Stücke sollen nach Stigers' Darstellung umreißen, was es heutzutage bedeutet, ein Gentleman zu sein. Er selbst begann nach Scheidung und langem Single-Dasein mit einer zweiten Ehe einen neuen Lebensabschnitt - melancholische Rückblicke und Freude über die Gegenwart gehen auf dem Album also Hand in Hand.

Ein zwölfter Song wurde dem zunächst nur digital erscheinenden Album noch kurzfristig angehängt - es ist zugleich der beste: "Shut-Ins", eine Ballade über den Rückzug eines Paares ins Private, hatte Stigers eigentlich erst nach den Albumsessions aufgenommen - dann kam die Corona-Krise, und der Text passte perfekt: "Jetzt ist dieser romantische Song plötzlich viel mehr: eine Anleitung, wie man klug und gesund durch die Pandemie kommen kann", sagt der Sänger und Saxofonist.

Website Curtis Stigers