Paris (dpa). Verluste beim Hoffnungsträger A380 und höhere Entwicklungskosten belasten den Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS. Die Airbusmutter konnte sich im dritten Quartal nur knapp in der Gewinnzone halten. Ungemach droht durch die Probleme beim Trent-900-Triebwerk von Rolls Royce. Sie dürften die Auslieferung der Superflieger vor allem im kommenden Jahr verlangsamen, kündigte Airbus-Chef Tom Enders gestern an. Die Notlandung einer A380 in Singapur nach einem Triebwerkschaden hatte zu Untersuchungen geführt, die nun den Austausch der fehlerhaften Komponenten im Turbinenteil des Triebswerks nötig machen. Durch das fehlerhafte Bauteil kann Öl austreten, das in Brand geraten kann.

Zwischen Januar und September verdiente der Airbus-Mutterkonzern EADS unter dem Strich 198 Millionen Euro, fast ein Drittel weniger als ein Jahr zuvor. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen sank um 28 Prozent auf 784 Millionen Euro. Der Umsatz legte um sechs Prozent auf fast 31,6 Milliarden Euro zu.