Das ego.-Pilotennetzwerk in Sachsen-Anhalt soll fortgeführt werden. Das bekräftigte Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) auf dem Forum "Gründen lohnt sich in Sachsen-Anhalt – Zukunft Kühne Köpfe" gestern in Magdeburg. Die Veranstaltung stand in Zusammenhang mit einer am 15. November beginnenden deutschlandweiten Gründerwoche.

Magdeburg. Fast 8800 begleitete Existenzgründungen und 1430 Dauerarbeitsplätze in Sachsen-Anhalt – das ist die offizielle Bilanz der bisherigen Tätigkeit des ego.-Pilotennetzwerkes, die gestern in Magdeburg auf einem Forum anlässlich der am 15. November beginnenden "Gründerwoche Deutschland 2010" von Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) und dem Chef der Landesinvestitionsbank (IB), Manfred Maas, gezogen wurde.

Das landesweite Netzwerk aus 25 regional agierenden "Gründungspaten" war vor sechs Jahren als Teil der Existenzgründeroffensive "ego" ins Leben gerufen worden und agiert seit 2008 unter dem Dach der IB.

Dass von den 8800 Existenzgründern laut Haseloff noch 94 Prozent erfolgreich am Markt tätig sind, wertete der Minister als Beleg dafür, dass individuelle und professionelle Betreuung zu dauerhaftem wirtschaftlichen Erfolg führe. Die ego.-Piloten, die potenziellen Existenzgründern etwa beim Weg durch die Instanzen Türen öffnen helfen, Bankengespräche mit vorbereiten oder bei der Aufstellung von Geschäftsplänen helfen, seien zu einer festen Institution der heimischen Gründerlandschaft geworden. "Deshalb wollen wir jetzt die Weichen für die Weiterführung des ego.-Pilotennetzwerkes stellen", stellte Haseloff dem Verbund ein gutes Arbeitszeugnis aus.

Er regte zudem an, das infolge der demografischen Entwicklung und des Generationenwechsels immer akuter werdende Thema der Regelung der Unternehmensnachfolge stärker in den Vordergrund der Arbeit zu rücken und dabei die Kammern im Land gezielt einzubeziehen.

Die Fortführung des ego.-Pilotennetzwerkes festige die Kernkompetenz der IB als Gründerbank, stellte Maas fest. Existenzgründern und Jungunternehmern werde so der Weg zu umfassendem Expertenwissen, individueller Beratung sowie maßgeschneiderten Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten geebnet.

Angesichts dieses verzahnten Angebots sprach sich Maas gegen einen "Kreditmediator" aus. Diese Stelle war vor wenigen Tagen vom Managerkreis Ost der Friedrich-Ebert-Stiftung ins Gespräch gebracht worden. Ähnlich wie in Thüringen, so die Vorstellung, sollte sie als Mittler zwischen Betrieben und Kreditgebern funktionieren.

Auf dem Forum "Gründen lohnt sich in Sachsen-Anhalt – Zukunft Kühne Köpfe" zeichneten Haseloff und Maas die 8666. vom ego.-Pilotennetzwerk begleitete Unternehmensgründung aus. Blumen und eine Urkunde gab es für Janet Riemenschneider, die in fünfter Generation das Familienunternehmen Bäckerei Riemenschneider in Darlingerode übernommen hat.

Außerdem stellten Existenzgründer den mehr als 150 Gästen aus Wirtschaft und Politik ihre erfolgreichen Geschäftsideen vor. So warb beispielsweise der Inhaber des in Jerichow ansässigen Stutenmilch-Hofes, Dirk Freudenhagen, für Stutenmilch als eines der ältesten Naturheilmittel.

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