Haldensleben l Der Autozulieferer IFA Rotorion in Haldensleben ist "Fabrik des Jahres 2013" und steht damit in einer Reihe mit Siemens, Volkswagen und Continental. Der Preis wird jährlich von der Wirtschaftszeitung "Produktion" und der Unternehmensberatung A.T. Kearney (USA/Chicago) vergeben und gilt als ältester und härtester Wettbewerb in der deutschen Industrie.

Mit der Auszeichnung in der Kategorie "Hervorragende Standortentwicklung" wird der erfolgreiche Weg des IFA-Werks in Haldensleben in den vergangenen drei Jahren gewürdigt. IFA hatte nach der Übernahme der Gelenkwellensparte Rotorion vom Tognum-Konzern im Jahr 2009 rund 2500 Maschinen und Anlagen von Friedrichshafen am Bodensee nach Haldensleben gebracht, darunter 260 Großmaschinen in teils Einfamilienhaus-Größe. IFA selbst spricht von "der größten industriellen Werksverlagerung in der deutschen Nachkriegsgeschichte". Im Zuge dieses Prozesses sei es nicht nur gelungen, die Produktivität zu steigern, sondern auch 600 neue Arbeitsplätze in Haldensleben zu schaffen, lobte die Jury. Das Unternehmen beschäftigt insgesamt 1300 Mitarbeiter und weist einen Jahresumsatz von 420 Millionen Euro (2012) aus.

IFA Rotorion zählt mit jährlich rund 4,5 Millionen ausgelieferten Längswellen und einem globalen Marktanteil von etwa 30 Prozent zu den weltweit größten Herstellern der Spezialwellen. Längswellen verbinden die Motor-Getriebe-Einheit in einem Fahrzeug mit den Achsen.