Eine uralte Eiche ist vor einigen Tagen an ihren Fundort Hohenwarthe zurückgekehrt. Die archäologische Sensation ist mit einer kleinen Feier enthüllt worden.

Hohenwarthe l Nun ist es doch noch gelungen - Dank des Transportes durch Mitarbeiter des Möseraner Bauhofes - dass der rund fünf Meter lange, verkohlte, schwarze Baumstamm seinen Platz am Hohenwarther Informationspunkt gefunden hat. Zu verdanken ist das aber in erster Linie Werner von Barnekow. Dessen Firma war 1998 mit Gründungsarbeiten der neuen A-1-Elbbrücke befasst, als ein Bagger plötzlich aus fast 20 Meter Tiefe ein langes, dunkles Etwas aus dem Grundwasser zog. "Auf den ersten Blick sah es aus wie ein Krokodil", erinnert sich Werner von Barnekow, der den Stamm barg und auf seinem Werksgelände in Gerwisch lagerte. Nicht selten war er wegen seiner Sammelleidenschaft dem Spott ausgesetzt. Doch er hatte vor, den verkohlten Stamm an seinen Fundort zurück zugeben. Doch zuvor, so sein Ehrgeiz, müsse er wissen, ob der Baum überhaupt etwas ganz besonderes ist.

So wurde im Sommer des Vorjahres eine Probe aus dem inneren und eine Probe aus dem Äußeren des Stammes entnommen und nach Tübingen an das Institut für Ur- und Frühgeschichte geschickt, um dort wissenschaftlich das wahre Alter des Stammes feststellen zu lassen. Die Untersuchung ergaben 7043 Jahre für die Rinde und 7097 Jahre für den Kern der alten Flusseiche.

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