Gommern l Der trockene August hat Auswirkungen auf das Pilzwachstum in diesem Sommer. "Normalerweise hatten wir in den letzten Jahren jetzt schon Frühherbstpilze. Momentan ist das Pilzwachstum nicht entsprechend der Jahreszeit", sagt auch Pilzberater Franz Fuchs aus Gommern. Eine Vorhersage für die nächsten Monate könne aber noch nicht getroffen werden. Der Herbst sei aber die Hauptzeit der Pilze, so der Pilzberater.

Dagegen war das Frühjahr deutlich artenreicher und vielversprechender für die Pilzesammler in der Region. So konnte auch Franz Fuchs selbst Trompetenschnitzlinge und andere Sorten finden. Sogar ein Austernseitling war dabei, der für diese Jahreszeit eher ungewöhnlich ist. "Das war halt mal eine Ausnahme. Da es so richtig durchgängige Winter eh nicht mehr gibt, kommt das halt mal vor", sagt Fuchs.

Zurzeit beschreibt er den Monat August als pilzarme Zeit. "Die Leute gehen zwar in den Wald, finden aber nichts", erzählt der Pilzberater. Die Pilze mögen eher die Feuchtigkeit und die Wärme. "Bei der zurückliegenden Trockenheit nutzt auch ein kleiner Schauer nichts, da muss es schon über eine gewisse Zeit ordentlich regnen", erklärt Fuchs. Auch die Auswirkungen des Juni-Hochwassers auf die Pilze lassen sich noch nicht abschätzen.

Noch fehlt es einfach an Niederschlag

Trotz des eher schlechten Pilz-Wetters blickt der Experte hoffnungsvoll auf die nächsten Monate. "Wenn es im Jahr Pilze gibt, dann in der zweiten Hälfte des Septembers oder in der ersten Oktoberhälfte", so Fuchs. Das trockene Wetter im August tue der Qualität der Pilze allerdings keinen Abbruch. Die Pilzesammler seien in freudiger Erwartung", weiß er aus Gesprächen zu berichten. Dafür fehlt noch der Niederschlag. Von einem schlechten Pilzjahr will er aber noch nicht reden. "Ich habe es schon erlebt, dass es nach längerer Trockenheit trotzdem ein gutes Pilzaufkommen gegeben hat. Ich bin da guter Dinge", betont Fuchs.

Für die Pilzsammler hat er einen ganz entscheidenden Rat: "Nur die Pilze sammeln, die man auch wirklich kennt. Ist man sich unsicher, sollte unbedingt eine Beratungsstelle aufgesucht werden", sagt Fuchs. Wie artenreich und vielfältig das Pilzjahr 2013 letztendlich wird, davon können sich Interessierte am 6. Oktober im Rahmen des Hoffestes am Rathaus in Gommern überzeugen. Dort werden zahlreiche Pilze ausgestellt und vier bis fünf Experten werden alle Fragen beantworten. "Diese Veranstaltung verzeichnet immer eine sehr gute Resonanz. Ich freue mich schon jetzt drauf", sagt Fuchs mit einem Lächeln im Gesicht.