Für viele hat der Endspurt bei der Vorbereitung des Weihnachtsfestes begonnen. Auch das Geschäft mit den Weihnachtsbäumen brummt in den letzten Tagen ordentlich.

Burg l Die Gärtnerei Progatzky ist neben den Baumärkten der größte Anbieter in puncto Weihnachtsbäume in Burg. Seit vielen Jahren hat das Unternehmen im Dezember am Burger Markt seine temporäre "Außenstelle". Die Bäume, die hier verkauft werden, sind alle in Deutschland gewachsen, nicht wenige sogar direkt in Burg. "Das sind vor allem unsere Blaufichten, die von der Kundschaft auch gerne als Blautannen bezeichnet werden", erklärt Bernd Progatzky. Die Blaufichten sind in der Traditionsgärtnerei, deren Mitarbeiter einst kleine Setzlinge in die Erde gebracht haben, in zehn Jahren zu Christbäumen in "Stubengröße" herangewachsen. Beliebt sind Christbäume in den Größen zwischen einem und 1,50 Meter und zwischen zwei und 2,50 Meter, weiß Bernd Progatzky, der im Weihnachtsbaum-Geschäft von seiner Frau Monika unterstützt wird. Das hängt natürlich auch von den räumlichen Verhältnissen der Kunden-Wohnungen ab.

Eine kleinere Nordmanntanne hat sich zum Beispiel gestern Michaela Delorme ausgesucht. "Wir haben ein Fachwerkhaus mit niedrigen Decken", erklärt sie ihre Wahl für 30 Euro, denn die Nordmanntannen aus Niedersachsen, die die Gärtnerei Progatzky verkauft, brauchen 15 bis 20 Jahre bis sie als Weihnachtsbaum geschlagen werden und in den Handel kommen können. "Darum sind sie etwas teurer als zum Beispiel unsere Blaufichten", erklärt Bernd Progatzky den Preisunterschied. Mit ihren 30 Euro liegt Michaela Delorme im Rahmen des Betrages, den die meisten Kunden bereit sind, für einen kleineren Weihnachtsbaum auszugeben: 25 bis 30 Euro. "Für größere Nordmanntannen ist 50 Euro die Preisgrenze für unsere Kundschaft", so der Gärtnerei-Chef. Einen Baum für mehr als 50 Euro kaufen nur ganz wenige Burger, aber auch in dieser Preisklasse gibt es ein begrenztes Angebot. Diese teuersten Nordmanntannen sind etwa vier Meter hoch und kosten bis 100 Euro.

Während die Nordmanntanne nach wie vor der beliebteste Weihnachtsbaum ist, ist die Rotfichte der preisgünstigste im Sortiment. Rotfichten waren neben Kiefern die Standard-Weihnachtsbäume zu DDR-Zeiten. Nostalgiker sind ab 15 Euro dabei.

Wie die Rotfichte führt im Angebot von Bernd Progatzky auch die Colorado-Tanne ein Nischendasein. "Sie wächst immer etwas ungleichmäßig", so der Fachmann. Dennoch findet dieser "neue" Christbaum von Jahr zu Jahr mehr Liebhaber.

Die Auswahl an Weihnachtsbäumen am Burger Markt hat in den letzten Tagen schon sichtbar abgenommen. "Wenn wir dann noch Bäume haben, stehen wir bis zum 24. Dezember hier", sagt Monika Progatzky. Man sollte mit dem Weihnachtsbaumkauf aber nicht bis kurz vor Ultimo warten. Im letzten Jahr waren Progatzkys am 22. Dezember ausverkauft.