Kunrau l Das Landesbergamt hat dem Unternehmen Gaz de France die Erlaubnis erteilt, auf einem Gebiet von 328 Quadratkilometern im und am Drömling nach Erdgas zu suchen. Dagegen regt sich weiter Widerstand. Am Sonntag fand auf Einladung der Bürgerinitiative (BI) "Kein CO2-Endlager Altmark" eine Protestkundgebung in Kunrau statt. Schätzungsweise 200 Teilnehmer fanden sich dazu am Schloss ein.

Klötzes Bürgermeister Matthias Mann kritisierte, dass die Behörden im Falle des Erdasfeldes agieren, ohne dass die Betroffenen vor Ort gehört oder informiert werden.

Dorothea Frederking, Landtagsabgeordnete von den Grünen, meinte: "Im Zeitalter erneuerbarer Energien müssen wir nicht mehr auf Erdgas und die Suche danach setzen."

Hans-Jörg Krause, Landtagsabgeordneter von den Linken, stellte klar: "Wir brauchen hier keine Bohrtürme."

Ähnlich äußerte sich Jürgen Barth, Landtagsabgeordneter von der SPD und zugleich Vorsitzender des Zweckverbandes Drömling. Er wünschte sich, dass Fracking verboten wird, um das Grundwasser zu schützen und den Tourismus im Drömling weiter entwickeln zu können.

Fred Braumann, Leiter der Naturparkverwaltung Drömling in Oebisfelde, erklärte, dass mit dem durch Fracking gefährdeten Trinkwasser aus dem Drömling sogar Magdeburg versorgt wird.

Christfried Lenz von der Bi "Kein CO2-Endlager Altmark" betonte: "Der Drömling ist unsere Heimat. Hier wollen wir bestimmen, was geschieht."

Dann machte sich die Karawane aus Reitern, Fahrradfahrern und Fußgängern auf den Weg in den Drömling.

Christfried Lenz bilanzierte: "Ich hätte nie damit gerechnet, dass so viele Leute kommen. Ein Traum. Wir haben hier ein Zeichen gesetzt."