Eine gute Atmosphäre herrschte bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Parey am Sonnabend, der Platz im Schulungsraum des Gerätehauses reichte kaum aus. Drei neue Kameraden konnten begrüßt werden, und das Miteinander von Jung und Alt funktioniert wieder.

Parey l Zum ersten Mal erstattete Jens Klinkowski als amtierender Ortswehrleiter den Bericht über die Arbeit im Vorjahr. An 50 Dienstabenden wurden 785 Mannstunden geleistet, im Durchschnitt waren acht Kameraden anwesend, zog er Bilanz. Teilgenommen haben Pareyer Kameraden auch an den Komplexübungen bei HFG Ferchland und in Burg.

Zum Einsatz gerufen wurden die Pareyer sieben Mal im vergangenen Jahr. Außerdem haben sie beim Osterfeuer, beim Maifest, beim Elbauenfest und beim Weihnachtsmarkt mitgewirkt. Jens Klinkowski erinnerte auch an den Höhepunkt: Die 130-Jahrfeier am 22. September und eine Woche später der Tag der offenen Tür aus diesem Anlass. Er dankte den Vereinen und allen anderen, die die Feuerwehr dabei unterstützt haben. "Ich hoffe, dass wir auch weiterhin so gut zusammenarbeiten!"

Auch an ein negatives Ereignis erinnerte er: Ende November wurde ins Gerätehaus eingebrochen, etliches gestohlen und viel verwüstet und zerstört. "Da die Versicherung noch nicht gezahlt hat, reparierte Hermann Büssow in Eigenleistung Türen und Schlösser", bedankte er sich bei dem Mitglied der Alters- und Ehrenabteilung.

Zur Pareyer Feuerwehr gehören derzeit 14 aktive Kameraden. Der Ehren-, Frauen- und Altersabteilung gehören 19 Mitglieder an. Über deren Aktivitäten berichtete Herbert Behrend. "Die Treffen jeweils am zweiten Freitag im Monat sind immer gut besucht", sagte er. Besonders hervorgehoben hat er zwei Vorträge: erstens von Gemeindewehrleiter Dietmar Kohrt über Rauchmelder und zweitens von der Polizei zum Thema Einbruch, weiterhin die traditionellen Treffen mit der Alters- und Ehrenabteilung der FFw Kade, mit der diesmal gemeinsam die Berufsfeuerwehr der Bundeswehr in Klietz besichtigt wurde, und auch noch einmal die gelungenen Feierlichkeiten zum 130-jährigen Bestehen.

Darauf ging auch Henning Lüdtke in seinem Bericht über die Arbeit des Fördervereins der Feuerwehr nochmal ein. Das breite Angebot beim Tag der offenen Tür - dank der guten Zusammenarbeit - sei bei der Bevölkerung sehr gut angekommen, freut er sich. Lüdtke bedankte sich vor allem bei Ortsbürgermeisterin Petra Liebich, die hierbei als Verbindungsperson zwischen Feuerwehr, Vereinen und allen anderen Mitwirkenden fungierte.

Der stellvertretende Gemeindewehrleiter zollte der Einsatzgruppe ein Lob und betonte, dass die Pareyer Feuerwehr auf einem guten Weg sei. "Es gab Probleme, aber Jens Klinkowski hat sich bereit erklärt, als Ortswehrleiter zu arbeiten und gesagt: Wir bleiben dabei und machen trotz aller Schwierigkeiten weiter!" So konnten auch junge Kameraden gewonnen werden.

"Der zukünftige Ortswehrleiter kann auf eine gute Basis bauen, und die jungen Kameraden bekommen einen guten Ortswehrleiter", unterstrich auch Bürgermeisterin Jutta Mannewitz. "Nun ist noch die Qualifizierung wichtig." Das gilt nicht nur für Jens Klinkowski, sondern auch für seinen angehenden Stellvertreter Clemens Tischmacher.

In den nächsten zwei Wochen werde es im Gerätehaus eine Zusammenkunft mit Wehrleitung, Mitarbeitern des Amts und zuständigen Behörden geben, um zu prüfen, was hier baulich gemacht werden kann und darf, kündigte Jutta Mannewitz an. Damit kommt endlich Bewegung in ein seit Jahren immer wieder angesprochenes Thema - die dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen am Gerätehaus. Nur weniges konnte bisher verbessert werden.

Ortsbürgermeisterin Petra Liebich brachte ebenfalls ihre Freude über die positive Entwicklung in der Pareyer Wehr zum Ausdruck. "Ich hoffe, dass wir auch noch mehr Jugendliche für die Feuerwehr begeistern können und die Pareyer Wehr wieder zu dem wird, was sie mal war!"

Die Frage, ob denn nicht mehr Werbung in Schulen und Kindergärten gemacht werden könnte, stellte Herbert Behrend in den Raum. Er erinnerte an die früher so gute Kinder- und Jugendarbeit in der Feuerwehr. Doch das steht und fällt mit einem guten Jugendwart, wusste auch Martin Schütte, Ortsbrandmeister in der Partnerfeuerwehr Brünnighausen, aus eigener Erfahrung zu berichten. Auch dort gab es diesbezüglich ein Tief. "Wir haben jetzt wieder einen Jugendwart - und 19 hochmotivierte Kinder!" Mit entsprechendem Engagement sollte das auch hier gelingen.