Hauptthema bei der gemeinsamen Sitzung von Bau- und Verkehrsausschuss sowie Wirtschafts- und Umweltausschuss der Gemeinde Elbe-Parey am Montag war der Vorentwurf für den neuen "Regionalen Entwicklungsplan". Doch das musste wegen mangelhafter Information vertagt werden.

Parey l Speziell um die Ausweisung von Vorbehaltsgebieten für Aufforstung und Hochwasserschutz sollte es gehen. Dazu hat die Gemeinde von der Regionalen Planungsgemeinschaft eine Karte bekommen, auf der die betreffenden Flächen eingezeichnet sind. Doch anfangen konnten Räte und Amtsmitarbeiter mit dieser Karte kaum etwas, weil sie viel zu kleinformatig und undeutlich ist.

So viel allerdings ließ sich schon erkennen: Bei einigen Flächen könne man jetzt bereits sagen, dass es so nicht geht, stellte Bauamtsleiterin Gabriele Panzlaff fest. Denn teilweise bestehen für Flächen, die hier festgelegt sind, bereits rechtskräftige B-Pläne.

Wie die verschiedenen, zum Teil zersplittert liegenden, für den Hochwasserschutz vorzuhaltenden Flächen zustande kommen, konnte sich hier niemand erklären. Fest stehe, dass auf solchen Flächen künftig nur Bestandsschutz für Gebäude gelte und keine weitere Entwicklung möglich sei, erklärte Gabriele Panzlaff.

Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass anhand der vorliegenden Karte keine Stellungnahme möglich sei. Es müsste nicht nur eine größere Karte vorgelegt werden, sondern diese müsste außerdem mit dem Flächennutzungsplan der Gemeinde abgeglichen werden, um überhaupt Aussagen treffen zu können, was akzeptabel ist und was nicht.

Fachmann soll im Gemeinderat Auskunft zum Plan geben

Die Diskussion wurde deshalb mit der Entscheidung abgebrochen, einen kompetenten Vertreter der Regionalen Planungsgemeinschaft zu einer Gemeinderatssitzung einzuladen, so dass Probleme erläutert und Fragen sofort beantwortet werden können.

An den Wirtschafts- und Umweltausschuss zur Erörterung weitergegeben wurde eine Anfrage der Gemeinderatsmitglieder Alfred Hirsch und Harald Birmuske aus der jüngsten Sitzung: Sollte für ganz Elbe-Parey eine Baumschutzsatzung aufgestellt werden? Alte Baumschutzsatzungen bestehen für die Ortsteile Bergzow, Derben, Ferchland, Parey und Hohenseeden, erklärte Hauptamtsleiter Volker Zunder. Güsen und Zerben haben keine entsprechenden Satzungen. Darüber diskutiert wurde am Montag noch nicht.

Im Anschluss an den Ortstermin der Ausschüsse am Rande des Erlebnisdorfs (Volksstimme berichtete) schauten sich die Mitglieder noch die Bauflächen im Wohngebiet "Reepen" an, die jetzt direkt von der Gemeinde an Bauwillige verkauft werden können. Nicht alle kannten dieses Gebiet bereits, waren sich jedoch einig: Es ist eine ideale Wohnlage - ruhig, aber doch nicht weit entfernt vom Ortskern.

Auch der mögliche neue Standort für den vergrößerten Netto-Markt an der Genthiner Straße, Ecke Lustgartenweg, wurde in Augenschein genommen. Ein Neubau hier wäre wahrscheinlich der einzige Weg, diesen Markt in Parey zu behalten, sagte Bürgermeisterin Jutta Mannewitz. Denn einer Vergrößerung am jetzigen Standort stimme der Eigentümer der Immobilie nicht zu.