Parey l Mit feuchten Augen spricht Luise Windelband gestern in das Mikrofon: "Ich bedanke mich bei allen, die mich in den letzten zwei Jahren so unterstützt haben." Es ist ihr letzter Auftritt als amtierende Elbauenkönigin. Ihr Freund sei ihr ein zuverlässiger Fahrer in dieser Zeit, ihre Schwester eine wichtige Unterstützung auf den vielen Veranstaltungen gewesen.

Marina Conradi von der Genthiner Touristinformation habe sie selbst mitten in der Nacht anrufen, Bürgermeisterin Jutta Mannewitz jederzeit um Hilfe bitten können und der Geschäftsführer des Erlebnisdorfes Elbe-Parey Björn Thomas hatte immer ein offenes Ohr, zählt die 22-Jährige auf. Und wen die Mitarbeiterin einer Burger Apotheke natürlich auch nicht vergisst: "Danke Mama, dass du immer mein Kleid gewaschen hast."

Während Jutta Mannewitz ihr die Krone abnimmt, machen sich Constanze Böhm und Jessica Kleinschmidt auf einem der großen Flöße bereit. Langsam kommen die zukünftige Königin und Prinzessin auf das Ufer zu. Die mehreren hundert Gäste winken den neuen Hoheiten. "Zwei wunderschöne Mädchen, die unsere Region sicher gut präsentieren werden", sagt die Bürgermeisterin.

In diesem Jahr habe Jutta Mannewitz dem Elbauenfest besonders aufgeregt entgegen gefiebert: "Das Hochwasser haben wir nur ganz knapp so glimpflich überstanden." Björn Thomas, auf dessen Gelände im Erlebnisdorf das Fest bereits zum neunten Mal ausgerichtet wird, war in diesen Tagen sehr nervös: "Wir konnten aus dem Fenster genau beobachten, wie das Wasser stetig anstieg." Aber alles ist gut gegangen. Und es konnte nicht nur gestern ausgelassen gefeiert werden.

"Am Freitagabend haben wir mit unserer Musikveranstaltung für die Jugend den Besucherrekord gebrochen", freut sich Organisator Björn Thomas. Aufgelegt hat Radio-DJ Stevie T. Am Sonnabend werfen die ersten Fahrgeschäfte im Erlebnisdorf ihre Motoren an. Kein Autoscooter bleibt leer. Der fünfjährige Damien aus Parey entscheidet sich lieber für das kleine Flugzeug, was abhebt und im Kreis fliegt: "Ich freue mich jedes Jahr aufs Elbauenfest." Wer bei Lara-Marie Stender vom Ihleburger Reitverein einen Obulus abgab, durfte auf einem zahmen Pony über das Festgelände reiten.

Ganz viel zu erleben ohne Motor und Pferdestärken haben sich die 18 Mitglieder des Moskito Clubs einfallen lassen. "Dieses Mal ist unser Motto die Flintstones", sagt Finanzchefin Kristin Springer. Die Pareyer haben eine Parcours ganz im Sinne des Zeitalters der Dinosaurier aufgebaut. Der fünfjährige Willi Genz aus Königs Wusterhausen rollt gerade die große Steinkugel über die robuste Kegelbahn. Wenn er eine Muschel- oder Knochenkette gewinnen will, muss er noch auf die Leiter, um Eier aus dem Dinosaurier-Nest zu klauen und sich an der Steinschleuder versuchen.

Für die Größeren sorgt Andrea Berg-Double Maria Thalbach am Abend für Unterhaltung. Für alle der Höhepunkt um Mitternacht: Das große Feuerwerk.

Moderator Stefan Bernschein ist von Anfang an in Parey dabei. "Das Fest hat sich enorm weiterentwickelt, ist überregional bekannt und hat alle Kinderkrankheiten abgeschüttelt", lautet sein Resümee des vergangenen Wochenendes.

Der Sonntag steht wie jedes Jahr ganz im Zeichen der Wasser-Gaudi-Flugshow. "Wir haben extra eine längere Rampe gebaut, damit die Starter mehr Platz für Anlauf haben", erklärt Björn Thomas. Neun Teams haben für das Fest ausgefallene Flugobjekte gebaut, um sich den Wanderpokal zu holen.

Wer bei der Flugshow gewonnen hat sowie ein Interview mit der neuen Elbauenkönigin lesen Sie in den nächsten Ausgaben des Genthiner Rundblicks.

 

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