Mehrere Themen in Sachen Feuerwehr kamen bei der Elbe-Pareyer Gemeinderatssitzung diese Woche in Bergzow zur Sprache. Erste für die Gemeinde wichtige Neuigkeit: Das Hin und Her um die Gemeindewehrleitung hat ein Ende. Dietmar Kohrt wurde nun als Gemeindewehrleiter vereidigt und übt dieses Amt nicht mehr nur kommissarisch aus.

Elbe-Parey/Bergzow. Der Weg zur endgültigen Ernennung der vom Gemeinderat favorisierten Wehrleitung wurde frei, nachdem Michael Schwarz, der zunächst mehr Stimmen von den Kameraden bekommen hatte und deswegen gegen den anderslautenden Ratsbeschluss bei Gericht vorgegangen war, seinen Eilantrag zurückgenommen hatte. Darüber informierte Bürgermeisterin Jutta Mannewitz, bevor sie die Berufung vom Dietmar Kohrt vornahm. Steve Flügge, bisher amtierender Stellvertreter, konnte wegen seines Urlaubs nicht bei der Ratssitzung anwesend sein. Gekommen war aber Kreisbrandmeister Walter Metscher, der die gute Zusammenarbeit mit Kohrt und Flügge unterstrich.

Dietmar Kohrt konnte im laufe des Abends den Räten gleich noch zwei positive Mitteilungen machen: "Heute sind die beladungstechnischen Prüfungen aller Feuerwehrfahrzeuge der Gemeinde im FTZ erfolgt. Dabei haben wir gut abgeschnitten." Und: "In der kommenden Woche startet die Einweisung der Kameraden in den Digitalfunk."

Auf der Tagesordnung stand weiterhin ein Beschluss über die Änderung der Entschädigungssatzung der Gemeinde Elbe-Parey, der auch einstimmig gefasst wurde. Dabei ging es ausschließlich um die Entschädigung der Feuerwehrleute.

Über eine Entschädigung für Kameraden der Feuerwehr, die in den Einsatz gehen, ist schon lange diskutiert worden. In gemeinsamer Beratung der Ortswehrleiter mit der amtierenden Gemeindewehrleitung fiel die Entscheidung, statt einer Entschädigung für eine Teilnahme am Einsatz eine monatliche Pauschale von zehn Euro zu zahlen, die an bestimmte Bedingungen gebunden ist, erläuterte Dietmar Kohrt. Dazu gehöre, dass der jeweilige Kamerad im Laufe des Jahres die geforderten 40 Ausbildungsstunden absolviert. Die Entscheidung zugunsten der Pauschale sei deshalb gefallen, um die Kameraden der verschiedenen Ortsfeuerwehren fair zu behandeln, begründete Kohrt. "Einige Wehren haben kaum Einsätze, haben aber dieselbe Arbeit."

Weiterhin umfasst der Beschluss eine Entschädigung von 50 Euro für jeden Kameraden, der die Teststrecke für die Atemschutzgeräteträger im FTZ absolviert. In einigen Ortsfeuerwehren der Gemeinde gibt es ein erhebliches Defizit an Atemschutzgeräteträgern, die auch eingesetzt werden können. Der nicht unerhebliche zusätzliche Aufwand für die Zulassung als ATG rechtfertigt diese Entschädigung - das fanden auch die Gemeinderäte.

Die ungefähr 4000 Euro zusätzliche Kosten für den Gemeindehaushalt wurden deshalb einhellig abgenickt - trotz der schwierigen Haushaltssituation. Ihre Arbeit leisten die Kameraden nach wie vor ehrenamtlich, wobei bei den meisten unterm Strich weit mehr als 40 unbezahlte Stunden im Jahr zusammenkommen.