Der ehemalige Regenwassersammelteich auf dem Derbener Kirchplatz soll verschwinden. Einer entsprechenden Beschlussvorlage für den Elbe-Pareyer Gemeinderat stimmte der Derbener Ortschaftsrat einhellig zu. Die Folie ist längst nicht mehr dicht, der Teich nur noch voll Schlamm und zugewachsen.

Derben l Die Abstimmung im öffentlichen Teil der Ortschaftsratssitzung ging schnell vonstatten, diskutiert wurde vorher nicht mehr. Die sechs anwesenden der insgesamt sieben Ortsräte hoben die Hand.

Wann der Rückbau tatsächlich erfolgen wird, ist aber noch offen. Zunächst muss noch der Gemeinderat zustimmen, und das letzte Wort werde die Kommunalaufsicht haben, betonte Ortsbürgermeister Werner Meier. Denn Elbe-Parey hat bisher keinen bestätigten Haushalt. Die für die Maßnahme veranschlagten gut 10 000 Euro müssten also unabhängig davon bewilligt werden.

Der Regenwasserteich war 1998 im Rahmen der Dorferneuerung angelegt worden, zusammen mit dem Ausbau des Kirchplatzes. Doch der Pflegebedarf erwies sich am Ende als zu hoch. In den ersten Jahren hatten Bürger und Feuerwehr den Teich einige Male entschlammt und entkrautet. Irgendwann ging die Folie kaputt. Übrig blieb eine zugewucherte Sumpffläche - für einen zentralen Platz mitten im Ort denkbar ungeeignet.

Ein benachbarter großer Baum war zudem im Frühjahr bei stürmischem Wind umgekippt und quer über den Teich auf eine der Absperrungen gefallen. Die Wurzeln des Baums waren wohl schon während der Schachtarbeiten auf dem Kirchplatz - unter anderem für den Teichbau - beschädigt worden, vermutet Werner Meier.

Anwohner hatten darauf hingewiesen, dass der sumpfige Teichrest auch eine Gefahr für spielende Kinder darstelle.

Straßenbäume und Kopfweiden haben dringend Schnitt nötig

Weitere notwendige Pflegemaßnahmen im und vorm Dorf sprach Heimatvereinsvorsitzende Anita Hempel an. Die ebenfalls im Zuge der Dorferneuerung gepflanzten Linden entlang der Hauptstraße benötigten dringend einen Schnitt, sagte sie. Ihr sei aufgefallen, dass die Bäume inzwischen nicht nur recht ausladend sind, sondern auch einseitig zur Gehwegseite hin wachsen. Der Grund dafür fand sich schnell: Zur Fahrbahnseite hin erledigt offensichtlich der Lkw-Verkehr den "Rückschnitt"!

Weiterhin fragte sie, ob denn die Kopfweiden vorm Dorf mal wieder geschnitten werden könnten. Um die 120 Jahre alt seien die Bäume bereits. Jahrelang erfolgte regelmäßig der Schnitt, in den letzten Jahren aber nicht mehr. Ergebnis: Die stark nachgewachsenen Bäume brechen zum Teil auseinander und sind unansehnlich geworden.

"Das ist ja bei den Kopfweiden am Kiesschacht ähnlich", sagte Hans-Gottfried Bonitz, Ortschaftsrat und Angelvereinsvorsitzender. Wir würden den Bereich gern pflegen, dürfen aber kaum etwas machen, weil die Naturschutzbehörde es nicht gestattet", ärgert er sich. "Selbst das ganze Schwemmgut vom Hochwasser, darunter Plastikabfälle, musste in den Bäumen und Sträuchern drinbleiben."

Zum Kopfweidenschnitt vorm Ortseingang unterbreitete Bürgermeisterin Jutta Mannewitz den Vorschlag, daran zu denken, wenn wieder einmal Ausgleichsmaßnahmen im Zuge von Baumaßnahmen zu benennen sind. Anstelle von Neupflanzungen sei da auch Kopfweidenschnitt möglich, das wurde schon gemacht.