Bis zum Herbst ändert sich das Straßenbild in Badersleben gravierend. Doch nicht nur die Fahrbahn wird erneuert und ihr Rand begrünt, sondern auch Kanäle saniert und verlegt. 60 Familien sind direkt von den Arbeiten betroffen.

Badersleben l Schlaglöcher und Fahrbahnunebenheiten gehören in Badersleben bald der Vergangenheit an. Stattdessen wird Natursteinpflaster, das dem Ortsbild entspricht, verlegt. Bäume und Sträucher begrünen den Fahrbahnrand. "Die Anwohner erwartet ein schönes Ergebnis", kündigt Ortsbürgermeister Olaf Beder an. "Die Arbeiten waren auch wirklich nötig, weil die Straßen in den letzten Jahren in einem sehr schlechten Zustand waren."

Bis zum Herbst müssen sich die Anwohner, Autofahrer und Fußgänger jedoch erst einmal auf geänderte Straßenführungen und gesperrte Durchfahrten einstellen. Mitarbeiter der Firma "Partner-Bau" aus Quedlinburg arbeiten zurzeit parallel an zwei Abschnitten: sowohl in der Schmalbach- und der Südstraße als auch in der Mönchhof- und Richthofstraße.

"Wir übernehmen den gesamten Straßenausbau. Außerdem erneuern beziehungsweise verlegen wir Schmutz- und Regenwasserkanäle, inklusive der Hausanschlüsse", teilt Polier Thorsten Schieche mit. "Der Kontakt zu den Anwohnern ist gut", ergänzt sein Kollege Frank Behrens und fügt lachend hinzu: "Wir bekamen sogar schon Lob von ihnen für unsere Arbeit."

"Die Anwohner erwartet ein schönes Ergebnis."

Olaf Beder,

Ortsbürgermeister Badersleben

Direkt sind 60 Familien von den Arbeiten betroffen, berichtet Beder. "Die veralteten Kläranlagen im Ort werden ebenfalls abgeschafft. Die Haushalte werden nun an das Netz des Wasser- und Abwasser-Zweckverbandes Huy-Fallstein angeschlossen", so der Ortsvorsteher weiter.

Voraussichtlich werden die Arbeiten bis August/September andauern. Bis dahin folgen weitere Kanalbauarbeiten in der Bahnhofstraße, Vor der Kirchpforte sowie in der Anderbecker- und der Huy-Neinstedter-Straße.

Zu 70 Prozent werden die Nettokosten der Arbeiten am Regenwasserkanalnetz sowie die Ausbesserungen an den Straßen durch das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) gefördert, berichtet Veronika Kühner vom Bauamt. "Der Rest wird durch den Eigenanteil der Gemeinde und Anwohneranteile gedeckt", so die Sachbearbeiterin weiter. Für den Bauabschnitt Mönchhofstraße fallen demnach Kosten in Höhe von 413 820 Euro an. 393440 Euro fließen in die Südstraße und den Schmalbach. Die Kosten für das Schmutz- und Trinkwasserkanalnetz trage das WAZ.

"In den Sprechstunden haben wir die Bürger gut auf die anstehenden Arbeiten vorbereitet, die Akzeptanz ist dementsprechend hoch", berichtet Olaf Beder. Er bittet weiter um das Verständnis der Einwohner und Autofahrer.