Englisch ist eine Weltsprache. Frühzeitig in diese Sprache einzusteigen und gleichzeitig den Übergang von der Grundschule in die weiterführenden Schulen zu erleichtern, ist Anliegen der Englisch-Olympiade an den Halberstädter Schulen.

Halberstadt l Einst aus einem bundesweiten Modellprojekt zur Gestaltung der Übergänge zwischen Grundschule und weiterführenden Schulen entstanden, ging die Englisch-Olympiade in dieser Woche in die sechste Runde. Bei der Premiere vor sechs Jahren wiesen Schüler der Grundschule "Miriam Lundner" und des Gymnasiums Martineum in Halberstadt ihre Kompetenzen im Fach Englisch nach. Inzwischen beteiligen sich an dem Leistungsvergleich auch Schüler aus den Grundschulen "Dr. Emanuel Lasker" (Ströbeck) und "Hans Neupert" (Langenstein) sowie aus der Sekundarschule "Walter Gemm".

Die Olympiade findet in jährlichem Wechsel an einer der teilnehmenden Schulen statt. Diesmal begrüßte Bettina Oelmann die Mädchen und Jungen der anderen Schulen, deren Lehrerinnen sowie Schülerinnen aus dem Martineum, die sich zur Betreuung der Gruppen gemeldet hatten, in der Lundnerschule. Die Schulleiterin erinnerte daran, dass alle Teilnehmer schon besondere Leistungen im Vorfeld erbracht haben. Als die Besten ihrer Klassen treten sie nun mit Gleichaltrigen in den Wettstreit.

Gut vorbereitet, werde jeder sein Bestes geben und eine gute Platzierung anstreben, war sie sich sicher: "Denkt aber auch daran, dass ihr bei dieser Olympiade eure Schule vertretet und euch auch deshalb besonders anstrengen müsst." Sie entschuldigte den CDU-Europaabgeordneten Horst Schnellhardt, der seit Jahren Schirmherr der Veranstaltung ist. Er sei verhindert, wolle aber umgehend über den Verlauf und die Ergebnisse informiert werden.

Nach einem Begrüßungsprogramm mit auf Englisch gesungenen Liedern und den Tanzmäusen der Theater-AG übernahmen die Schülerlotsen die Gruppen und führten sie an die vier Stationen. Dort ging es um Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben. Entsprechend der Klassenstufen waren die Themen und Aufgaben gestaffelt.

Drei Stunden später kamen alle wieder zusammen. Inzwischen hatten die Lehrerinnen die Ergebnisse ausgewertet. Es sei nicht einfach gewesen, denn alle Schüler hätten mit sehr guten Leistungen überzeugt, sagte Englischlehrerin Simone Puls. Oft hätten die Ergebnisse nur wenige Punkte auseinander gelegen.

Gespannt warteten die Schüler gemeinsam mit einigen Eltern auf die Bekanntgabe der Ergebnisse. Zuerst bekam jeder Teilnehmer eine Urkunde. Mit einem Präsent wurden zusätzlich die Besten der Jahrgänge belohnt. Die jeweils Zweit- und Drittplatzierten freuten sich ebenfalls über Geschenke, die Stadtrat Jürgen Jüling (Linke) gemeinsam mit der Schulleiterin überreichte.

Bevor es "Good bye" hieß, wurde erstmals ein Hauptpreis vergeben. Den bekam Annika Stadie. Die Drittklässlerin der gastgebenden Schule hatte von allen die höchste Punktzahl erreicht. Außerdem bedankte sich Bettina Oelmann bei den Lehrerinnen und Schülern, die den Tag vorbereitet und begleitet hatten. Sollte es mit einer vorderen Platzierung diesmal nicht geklappt haben, dann gebe es für den einen oder anderen bei der 7. Englischolympiade im kommenden Schuljahr eine neue Chance, gab sie den Kindern mit auf den Weg.