Osterwieck (mhe) l Die Kastanienallee in der Osterwiecker Ernst-Thälmann-Straße hat schon Generationen von Stadträten beschäftigt. Die Bäume haben ein stattliches Alter erreicht. Abgebrochene Äste nach stürmischem Wetter sind äußeres Zeichen dafür. Dass die prächtige Kastanienallee indes noch nicht verschwunden ist, war bisher auch dem Protest der Anwohner zu verdanken. Doch dessen ungeachtet ist mit den Jahren die Zahl der großen Bäume auf etwa 30 gesunken. Vereinzelt gab es Nachpflanzungen.

"Einige Bäume müssen gefällt werden", sagte Ordnungsamtsleiter Rüdiger Brandt mit Blick auf die Zukunft. Das Beschneiden bei früheren Pflegearbeiten habe zu Fäulnis geführt. Auch die Straßenbauarbeiten vor einigen Jahren hätten dazu beigetragen. Ziel sei aber nicht, alle Bäume auf einmal wegzunehmen. Und es solle "geordnet nachgepflanzt werden, damit wieder eine Allee entsteht".

Der Ortschaftsrat von Osterwieck legt großen Wert darauf, dass keine gesunden Bäume gefällt werden, berichtete Ortsbürgermeister Ulrich Simons (CDU) aus der Ratssitzung. Die Abgeordneten hatten beraten, welche Baumsorte im Fall des Fällens nachgepflanzt werden soll. Der Rat empfiehlt die rote Rosskastanie, so dass eine Kastanienallee erhalten bleibt. Diese ausgewählte Sorte sei resistent gegen die Miniermotte, die viele andere Kastanien im Stadtgebiet angreift.