Halberstadt l In 37 Kartons kommen sie an, die neuen Stimmzettel. Dieter Krone schüttelt den Kopf, als er berichtet, warum die neu gedruckt werden mussten. "Wir hatten ein technisches Problem", sagt er.

Auf die Frage, wie man bei einem Stück Papier solche Probleme haben muss, schmunzelt er. "Natürlich nicht mit dem Papier an sich", sagt Krone, der Herr der Wahlen im Halberstädter Rathaus. Es ist ihm immer noch ein Rätsel, wie es zu dem Problem gekommen ist. "Aber in der einen Datei standen alle erforderlichen Angaben für die Stimmzettel drin, beim Druck fehlten dann die Angaben zum jeweiligen Geburtsjahr der Bewerber. Da das mit auf dem Stimmzettel stehen muss, haben wir sofort einen Neudruck in Auftrag gegeben. Und zum Glück ging es schnell", berichtet der Abteilungsleiter für Gemeindeangelegenheiten und Wahlen in der Stadtverwaltung.

Einige Wähler, die im Briefwahllokal ihre Unterlagen abholen wollten, mussten am Mittwoch und Donnerstag vertröstet werden, aber am Freitag waren dann vor Öffnung des Wahllokals die neuen Stimmzettel da. Bis kurz vor dem Wahltag am 1. September besteht die Möglichkeit, per Briefwahl sein Votum darüber abzugeben, wer ab Januar 2014 Oberbürgermeister in Halberstadt sein soll.

Das Briefwahllokal befindet sich im kleinen Sitzungssaal im zweiten Obergeschoss des Rathauses und ist bis zum Freitag, dem 30. August, 13 Uhr geöffnet. In besonderen Ausnahmefällen (zum Beispiel einer plötzlichen Erkrankung) ist die Briefwahl am 30. August bis 18 Uhr, und am Sonnabend, dem 31. August, von 9 bis 12 Uhr möglich. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, unter den e-Mail-Adressen krone@halberstadt.de und siebert@halberstadt.de Briefwahlunterlagen anzufordern.

Um ein Bild davon zu bekommen, wer die vier Männer sind, die sich das Amt zutrauen, beginnt am Donnerstag, dem 22. August, um 18 Uhr im Ratssaal ein Wahlforum. Die Halberstädter Volksstimme und die Stadt wollen in bewährter Zusammenarbeit die Kandidaten vorstellen und Bürgern die Möglichkeit geben, Fragen an die Bewerber zu stellen.

Amtsinhaber Andreas Henke (Linke) und die Herausforderer Volkmar Hofmann (parteilos), Peter Köpke (SPD) und Daniel Szarata (CDU) wollen ab 2014 für sieben Jahre an der Spitze der Stadtverwaltung die Geschicke der alten Domstadt mit lenken. Welche Schwerpunkte sie setzen und welche Ideen zur Lösung der Probleme sie haben, sollen sie während der Diskussionsrunde erläutern. Alle interessierten Gäste sind herzlich willkommen.