Jutta Dick und Uwe Bosse freuen sich auf die neue Ausstellung, die am Sonntag um 11.30 Uhr in der Klaussynagoge eröffnet wird. "Haskala" heißt sie und zeigt Glaskunst von Edward Leibovitz. Mit dem Titel der Ausstellung verweist der in Belgien lebende Künstler indirekt auch nach Halberstadt. Haskala bezeichnet unter anderem die jüdische Aufklärung, zu deren Hauptprotagonisten Moses Mendelssohn zählt. Leibovitz hat neun neue Werke für die Halberstädter Exposition geschaffen - "angeregt vom Denken Moses Mendelssohns", wie es im Einladungstext zur Vernissage heißt. In seinen Arbeiten äußert sich diese Verbindung in einer unterschiedlichen Tiefe der freihändig mit einem Laser in mehrere Glaslagen geschnittenen Figuren und Ornamente - das Traditionelle tritt in den Hintergrund, so wie im Denken der jüdischen Aufklärer auch.

Neben den neuen Glasarbeiten werden in der Klaussynagoge, Rosenwinkel 18, auch Bilder der Glasfenster für die Synagoge in Antwerpen gezeigt. Die stammen ebenfalls von dem in Rumänien geborenen Künstler. Leibovitz, der in Israel studierte und in Belgien lebt, kombiniert zudem oft Glas, Metall und Marmor und verwendet seine für die Glasbearbeitung entwickelten Techniken auch für Bronzeskulpturen. Foto: Sabine Scholz