Heiligabend ist für viele Menschen der Besuch in der Kirche untrennbarer Bestandteil des Festes. Auch in Wegeleben war das Gotteshaus am Sonnabend gut gefüllt. Pfarrer Arnulf Kaus rief in seiner Predigt dazu auf, den Gemeinsinn über das Ich-Denken zu stellen.

Wegeleben l Heiligabend ist ein stressiger Tag. Zumindest für die Organisatoren der zahlreichen Gottesdienste, die an diesem so ganz besonderen Abend abgehalten werden. Auch in Wegeleben zog es am Sonnabend viele Bodestädter in die Stadtkirche "Sankt Peter und Paul". Musikalisch begleitet vom Posaunenchor des Kirchspiels führten Mädchen und Jungen das Krippenspiel auf, das sie während der Christenlehre einstudiert hatten.

Pfarrer Arnulf Kaus forderte in seiner Predigt zu mehr Gemeinsinn auf. Könige und Hirten seien auch heute noch zu oft nur unter sich, statt zusammen zu agieren, erinnerte er mit Blick auf das Krippenspiel. Zugleich kritisierte er die übermäßige Ich-Bezogenheit vieler Menschen. "Viele Menschen leben ja auch heute noch nach dem Motto: Erst komm\' ich, und dann komm\' ich." Obendrein gebe es neben den vermeintlichen "Gewinner-Typen" auch viele Menschen, die glaubten, stets nur zu kurz zu kommen oder die sich dies zumindest immer wieder einredeten. Dieser so besondere Heilige Abend, meinte Kaus, sei ein Tag, an dem viel in Bewegung komme: "Kommt zur Krippe, werdet zu Menschenbrüdern und lasst Euch zeigen, dass Euer Glück nicht in Euch allein liegt. Werdet endlich die, die ihr eigentlich seid und kommt wieder zu Euch."

   

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