Haldensleben l Erstmals in der Geschichte der Haldensleber Stadtwerke ist es gestern zu einer größeren Havarie an einer Gasleitung gekommen. Wie Stadtwerke-Geschäftsführer Detlef Koch und Prokurist René Vieille versicherten, habe zu keiner Zeit Gefahr für Leib und Leben bestanden.

Bei Tiefbauarbeiten, die im Auftrag der Stadtwerke in der Nähe der Althaldensleber Straße entlang der Bahnlinie Haldensleben-Magdeburg ausgeführt werden, war gegen 9.50 Uhr ein Bagger gegen einen große Stein gestoßen. Der wiederum riss das Absperrventil der daneben liegenden Gasleitung ab.

"Die Leitung stand mit vier bar unter Druck", erklärte René Vieille, der bei den Stadtwerken Ansprechpartner für den gesamten technischen Bereich ist. Durch das tennisballgroße Loch trat lautstark Gas aus, der Baggerfahrer meldete den Schaden unverzüglich den Stadtwerken. "Wir haben dann die Leitung abgeschiebert und das Gas abgelassen, um die Leitung druckfrei zu bekommen", schilderte Koch die Vorgehensweise seiner Mitarbeiter. Anschließend wurde der Schaden repariert und war gegen 11.50 Uhr behoben.

Unmittelbar von der Havarie betroffen waren zwei gewerbliche Großkunden der Stadtwerke - Mega Tierernährung und IFA Rotorion - sowie 32 private Grundstücke überwiegend an der Hafenstraße. Während nach der Behebung des Schadens die Industriebetriebe wieder mit Gas versorgt werden konnten, mussten sich die Privatleute ein wenig gedulden. "Hier haben wir die Besonderheit, dass wir erst die Hausanschlüsse entlüften müssen, bevor wir die Gasversorgung wieder aufnehmen können", erklärte Vieille den Hintergrund. Dazu allerdings müssen die Hauseigentümer zu Hause sein.

Im Notfall sind die Stadtwerke Haldensleben rund um die Uhr unter der Telefonnummer (03904) 4773 erreichbar.

Bilder