90 Kinder und Jugendliche nehmen am Fußballcamp des HSC teil. Da gibt es Spiel und noch mehr Spaß.

Haldensleben l Der Anpfiff für das 9. Fußball- und Freizeitcamp des HSC war am vergangenen Montag Punkt 8 Uhr. Zu den jungen Teilnehmern des beliebten Camps gehören jedoch nicht nur Fußballer und Vereinsmitglieder. Sissi Franz aus Hundisburg ist erst 6 Jahre alt und hat viel Spaß im Camp: "Ich bin gern hier, weil mein Bruder, mein Papa und meine Mama auch hier sind. Hier haben wir alle ganz viel Spaß beim Spielen", sagt das sportliche Mädchen, das normalerweise nicht ganz so viel mit Fußball zu tun hat.

Bereits zum sechsten Mal ist dagegen der Haldensleber Julian Wittek dabei: "Hier ist einfach eine gute Abwechslung mit zum Beispiel Zelten und man kann super mit Freunden und den Betreuern Fußball spielen", erklärt das 14-jährige Vereinsmitglied begeistert.

Wer aber glaubt, dass im Camp den ganzen Tag nur Fußball trainiert wird, der irrt sich. An verschiedenen Stationen können sich die 5- bis 14-Jährigen voll austoben. Ob nun Tischtennis, das eher ungewöhnliche Fußball-Volleyball, Kickertische, Springen auf der Hüpfburg oder klassische Fußballspiele - für jeden Geschmack ist etwas dabei.

"Wir sind ja nicht nur ein Fußballcamp, sondern wir wollen einfach für ganz viel Abwechslung sorgen", erklärt die freiwillige Camp-Betreuerin Claudia Franz. So gab es beispielsweise am Montag und Dienstag einen Boxkurs mit dem dafür zuständigen Abteilungsleiter Stefan Kuske. Aber auch Basteln wurde angeboten in Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe. Hierbei sind verschiedene Prinzessinnen-, Piraten- und Tiermasken entstanden.

Am Dienstag und Mittwoch durften die Großen in Hundisburg klettern gehen. Andere Gruppen waren im Haus des Waldes den vier Elementen auf der Spur. Verschiedene Experimente wie zum Beispiel zehn Sekunden lang eine Feder nur durch Pusten in der Luft zu halten oder ein Wettkampf in Eiswürfelschmelzen gehörten zum dort angebotenen Programm. Und natürlich an allen Tagen ganz viel Fußball- und Torwarttraining an verschiedenen Stationen.

Das Neptunfest gehört zu den Camp-Höhepunkten

Wegen der schlechten Wetterlage musste jedoch das Zelten im Öko-Bad in Nordgermersleben einen Tag verschoben werden. "Das Wetter hat am Dienstag einfach nicht mitgespielt", erklärt Ralf Krause. Kurzfristig musste daher umgeplant werden. In den Turnhallen des Haldensleber Sekundarzentrums "Marie Gerike" und der Berufsbildenden Schule in Althaldensleben fanden alle schließlich einen Unterschlupf, um dem anhaltenden Regen zu entgehen.

Ein Höhepunkt ist jedoch noch für heute geplant: Beim großen Neptunfest im Öko-Bad ist neben Baden und Spaß auch eine Neptuntaufe angesagt. Ebenfalls für heute sind die Vorrunden der EM-Turniere mit dem großen Finale am Freitag geplant. "Die Kinder und Jugendlichen spielen dabei in verschiedenen, gemischten Mannschaften, die jeweils ein Land in Europa repräsentieren. Hierbei lernen sie gegenseitig voneinander und außerdem - ganz nebenbei - auch noch den respektvollen Umgang miteinander", erklärt Campleiter Ralf Krause das Camp-EM-Turnier.

Da der Zuspruch immer größer wird, ist mittlerweile ein großes Organisations- und Planungstalent gefragt. Zu den Aufgaben gehören unter anderem die Betreuung der Kinder, die Stationen, die auf- und abgebaut werden müssen, die Fahrten zu den verschiedenen Orten und natürlich auch die Versorgung der hungrigen Sportler. Damit das bei 90 Kindern auch reibungslos funktioniert, werden die Aufgaben auf viele Schultern verteilt. "So können wir die top Qualität auch weiterhin garantieren und vor allem die Belastung auf einzelne Personen verkleinern", erklärt Ralf Krause. Er betont dabei, wie wichtig die Zusammenarbeit mit den vielen engagierten Eltern, dem Trainer der 1. Männermannschaft und den Trainern der C-,D-,F- und G-Jugend des HSC, ist. Aber auch die neun freiwilligen Jugendbetreuer im Alter zwischen 16 und 21 Jahren, gehören fest zum Team und helfen, wo sie nur können. Dass das Konzept aufgeht, beweisen die Kids, die mit viel Freude und Ehrgeiz voll dabei sind. "Ich möchte mich daher im Namen des gesamten Campteams bei allen beteiligten Eltern, ehrenamtlichen Helfern und natürlich auch bei den vielen Sponsoren für die Hilfe und Unterstützung recht herzlich bedanken. All das wäre ansonsten so nicht möglich", sagt Ralf Krause abschließend.

Bilder